Zweimalige Weltmeisterin startet bei Mailand-Sanremo

Van Empel will auch in Zukunft den Schwerpunkt auf Cross legen

Von Jens Claussen

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Die aktuelle Cross-Weltmeisterin will weiterhin die Dominatorin im Cyclocross bleiben | Foto: Cor Vos

20.01.2025  |  (rsn) - Anders als Teamkollege Wout van Aert (Visma – Lease a Bike), der in diesem Winter seine Cross-Kampagne auf vier Einsätze reduziert hat, weil er sich auf die Klassikersaison fokussieren will, gab Fem van Empel nach dem von ihr gewonnenen Cross-Weltcup in Benidorm ein klares Bekenntnis zu ihrer Kerndisziplin. Die zweimalige Cross-Weltmeisterin stellte gegenüber dem belgischen TV Sender Sporza klar, dass sie nicht bereit sei, ihre Cyclocross-Karriere zugunsten einer Schwerpunktverlagerung auf die Straße zu gefährden.

"Ich mache sicherlich in meinen Cross-Kalender keine Abstriche, um mich mehr auf die Straße zu konzentrieren – denn ich finde Cross ist viel zu schön", konstatierte die 22-Jährige und kündigte an: "Ich werde so weitermachen wie in dieser Saison und kann so zwischendurch auch immer wieder auf der Straße trainieren."

Ein Terrain, auf dem sich van Empel in den vergangenen beiden Jahren durchaus auch schon in Szene setzen konnte. So wurde sie Sechste der Tour de l’Avenir 2023 und fuhr beim Giro d’Italia desselben Jahres auf drei Etappen in die Top Ten. Im vergangenen Jahr bewies sie unter widrigsten Bedingungen mit einem achten Platz beim La Flèche Wallonne, dass auch bei harten Klassikern mit ihr in der Zukunft zu rechnen ist.

Im Interview mit Sporza gab die Niederländerin zudem Einblicke in ihr Seelenleben. "Ich musste schon in jungen Jahren mit Druck und Erwartungen von außen umgehen", verriet van Empel. "Ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte. Jetzt versuche ich das immer besser zu meistern. Aber es ist nicht immer einfach."

Mailand-Sanremo erster Fixpunkt in der Straßensaison

Eine Aussage, die zu ihrem Bild in der Öffentlichkeit zu passen scheint. Ganz im Gegensatz zu ihrer Widersacherin Puck Pieterse (Fenix – Deceuninck), mit der sie im Übrigen bei der Nationalmannschaft ein Zimmer teilt, wirkt die ehemalige Fußballerin introvertiert, ja, manchmal fast bedrückt. Davon, dass sie aber Anfang Februar bei den Cross-Weltmeisterschaften im französischen Liévin wieder jubeln kann, ist sie fest überzeugt.Dort peilt sie ihren dritten Weltmeistertitel in Folge an.

Ein paar Wochen darauf beginnt die dreimalige Cross-Europameisterin (2022, 2023 und 2024) am 22. März in Italien ihre Straßensaison. Bei der Premiere von Mailland-Sanremo wird van Empel in die Helferrolle schlüpfen, um Teamkollegin Marianne Vos zum Sieg zu verhelfen. Zu ihrer weiteren Planung meint sie: "Abhängig von meiner Form werden wir dann sehen, wo ich danach am Start stehen werde. Eigentlich passen die Frühjahrsklassiker am besten zu meinem Profil. Aber ich frage mich, ob es realistisch ist, dort kurzfristig zu gewinnen. Dann müsste wirklich alles gut laufen."

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