Brandau kann erste Startreihe nicht nutzen

Norbert Riberolle hat beim Azencross die größten Reserven

Von Kevin Kempf

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Marion Norbert Riberolle (Crelan-Corendon) hat den Azencross in Loenhout gewonnen. | Foto: Cor Vos

27.12.2024  |  (rsn) – Marion Norbert Riberolle (Corendon – Crelan) hat Exact Cross in Loenhout vor ihrer Teamkollegin Sanne Cant gewonnen. Das belgische Duo setzte sich kurz nach Rennhälfte des Azencross ab, aus der Verfolgergruppe heraus wurde die 18-jährige Britin Imogen Wolff (Visma – Lease a Bike) Dritte vor der Niederländerin Larissa Hartog (Orange Babies) und der Belgierin Julie Brouwers (Charles Liégeois Roastery). Die Niederländerin Jamie de Beer (Heizomat – Herrmann) kam als Siebte ins Ziel.

Die Deutsche Meisterin Elisabeth Brandau (EBE Racing) durfte aus der ersten Reihe starten. Das konnte sie aber nicht nutzen, denn nach einer Minute lag sie bereits weit zurück. Besser erging es Judith Krahl (Heizomat – Herrmann), die bei ihrem zweiten Wettkampf im Dezember als Fünfte ins Gelände einbog. Als Lauren Molengraaf (Charles Liégeois Roastery) dann aber das Tempo anzog, konnte die Deutsche nicht folgen. Dagegen blieben Cant, Anna Kay (Proximus – Cyclis – AlphaMotorhomes) und Hartog gingen an der jungen Niederländerin dran.

Cant muss im Finale ihre Teamkollegin ziehen lassen

Sechs Sekunden nach diesem Quartett folgte bei der ersten Zielpassage eine weitere Vierergruppe, aus der heraus de Beer, Wolff und Brouwers den Anschluss an die Spitze schafften. Als sich Cant und Kay langsam absetzten, verlor die Belgierin im Matsch die Kontrolle über ihr Rad. Die beiden Spitzenreiterinnen gingen ebenso wie Brouwers zu Boden. Alle drei konnten aber weiterfahren.

Während Norbert Riberolle nun vorfuhr, verloren de Beer und Molengraaf den Anschluss. Die 19-Jährige kam nochmal heran, während Cant vorn angriff und von ihrer Teamkollegin Norbert Riberolle verfolgt und gestellt wurde. Das Tempo der Crelan-Fahrerinnen lag nun aber so hoch, dass die anderen in Runde drei passen mussten.

In der vorletzten von fünf Runden wurde Cant erneut diejenige Stelle zum Verhängnis, an der sie in Runde zwei bereits hängengeblieben war. Wieder blieb sie stecken, wodurch sich ihre Teamkollegin absetzte. Die entpuppte sich nun als die stärkste Fahrerin und vergrößerte ihren Vorsprung. Hinter Norbert Riberolle und Cant kämpften die beiden Britinnen um den letzten Podiumsplatz, wobei Wolff das bessere Ende für sich hatte. Brandau beendete das Rennen mit 3:27 Minuten Rückstand auf Platz 18, Krahl folgte weitere zehn Sekunden später auf Rang 20.

“Eigentlich wollte ich gar nicht starten, aber mein Trainer meinte, dass es heute vielleicht eine gute Chance auf einen Sieg gäbe“, kommentierte Norbert Riberolle ihren zweiten Saisonsieg im Ziel-Interview. Beim Start schien sie diese Chance aber bereits vergeben zu haben, nachdem sie die Spitzengruppe zunächst verpasst hatte. “Ich fühlte mich im Bus schon nicht gut und bei der Streckenbesichtigung hatte ich schwere Beine. Es war nicht leicht“, so die 25-Jährige. Im Laufe des Rennen kam sie aber immer besser in Schwung und am Ende hatte sie klar die größten Reserven.

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