Vuelta-Debütant mit Freiheiten bei Jayco

Engelhardt: “Tourmalet und Angliru, das wird ein Erlebnis“

Von Christoph Adamietz

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Felix Engelhardt (Jayoc – AlUla) steht bei der Vuelta a Espana vor seinem Grand-Tour-Debüt. | Foto: Cor Vos

25.08.2023  |  (rsn) – Als Highlight seiner ersten Profisaison, in der ihm schon zwei Siege und mehrere Topergebnisse gelangen, steht für Felix Engelhardt (Jayoc – AlUla) mit der am Samstag in Barcelona beginnenden 78. Vuelta a Espana die erste Grand Tour der Karriere an.

Der 23-Jährige, der schon am Dienstag nach Barcelona anreiste, kann es kaum erwarten, dass im Teamzeitfahren erstmals die Räder drehen werden. "Ich bin aufgeregt, aber positiv aufgeregt. Ich freue mich extrem drauf“, sagte Engelhardt gegenüber radsport-news.com.

Auch wenn die bisherige Saison außergewöhnlich erfolgreich verlief und Jayco – AlUla mit einer Top-Besetzung nach Spanien reist, verspürt Engelhardt “keinen Druck, Ergebnisse abliefern zu müssen. Es erwartet hier niemand, dass ich Berge versetze.“ Er genieße es "einfach Rennen fahren zu können und am Ende zu schauen, was dabei rauskommt.“

Zwar wird Engelhardt auf den flacheren Etappen auch für Klassementkandidat Eddie Dunbar arbeiten, um den Giro-Siebten in den Finals zu beschützen. Aber das Team wird dem jungen Deutschen in den nächsten drei Wochen auch einige Freiheiten geben. "Wenn sich die Möglichkeit ergibt, werde ich natürlich versuchen, über eine Fluchtgruppe oder einfach so auf Ergebnis zu fahren“, so der gebürtige Ulmer.

Erste Möglichkeiten dazu könnten sich schon früh ergeben. Denn bereits am dritten Tag der Spanien-Rundfahrt steht eine Bergankunft an, die das Klassement sortieren dürfte. Mit entsprechend Rückstand in der Gesamtwertung dürfte der U23-Europameister von 2022 also schon in der ersten Woche in Aktion treten können.

Allerdings warnte Engelhardt auch davor, sein Pulver "zu früh zu verschießen. Sonst bereit man es hinten raus“, so der Wahl-Österreicher. Vorfreude verspürt Engelhardt auch auf die legendären Anstiege wie den Col du Tourmlet oder den L`Angliru, die im Verlauf der Vuelta erklommen werden müssen. "Der Tourmalet ist natürlich cool, auch auf den Angliru freut man sich irgendwie. Aber man muss sehen, wie der Tag wird. Es sind schon coole Berge, dazu ist die ganze Atmosphäre einfach super, das wird ein Erlebnis.“

Auch vor der zu erwartenden extremen Hitze in Spanien hat Engelhardt, der sich mit einem Höhentrainingslager auf die Vuelta vorbereitet hat, keine Angst. "Ich habe weder mit Hitze oder Kälte größere Probleme. Essenziell ist, dass man bei so einem langen Rennen immer dran bleibt und die Protokolle durchzieht, egal ob man Lust darauf hat oder nicht. Regenerieren ist schwierig, man darf erst gar nicht ins Hintertreffen gelangen“, so der endschnelle Allrounder abschließend.

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