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22.01.2023 | (rsn) – Sam Bennett (Bora – hansgrohe) hat zum Auftakt der Vuelta a San Juan (2.Pro) seinen 60. Sieg als Profi eingefahren. Der 32 Jahre alte Ire setzte sich nach 144 Kilometern rund um San Juan nach makelloser Vorbereitung seines Anfahrers Danny van Poppel deutlich vor dem Dänen Michael Morkov (Soudal – Quick Step) und dem Italiener Giacomo Nizzolo (Israel – Premier Tech) durch. Van Poppel wurde noch Vierter vor dem Russen Gleb Syritsa (Astana Qazaqstan) und Nizzolos Landsmann Elia Viviani (Ineos Grenadiers). Der dreimalige Weltmeister Peter Sagan (TotalEnergies) belegte Rang sieben.
“Ich hatte eine harte Vorbereitung und ich bin froh, so in die Saison einzusteigen“, sagte Bennett im Sieger-Interview. Den perfekten Saisoneinstieg verdankte er einer geschlossenen Mannschaftsleistung, an der auch Neoprofi Florian Lipowitz mit unermüdlicher Tempoarbeit seinen Anteil hatte.
Nachdem Weltmeister Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step) auf den letzten beiden Kilometern seinen Teamkollegen Fabio Jakobsen nach vorne gebracht hatte, war der Europameister in der letzten Kurve 700 Meter vor dem Ziel plötzlich von der Bildfläche verschwunden. Dafür lancierte van Poppel seinen Kapitän in perfekte Manier, Bennett trat auf den letzten 150 Metern an und hatte keine Mühe, seinen zweiten Tagessieg bei einer Vuelta a San Juan einzufahren. Top-Favorit Jakobsen dagegen schaffte es nicht in die Top Ten.
???? Vuelta Internacional San Juan 2023????????
— Vuelta a San Juan OK (@vueltasanjuanok) January 22, 2023
???? Terminó la primera etapa, la victoria fue para ???? Sam Bennett ciclista del @BORAhansgrohe con este ???? 3hs 19' 16".
???? Sam Bennett
???? Michael Morkov
???? Giacomo Nizzolo#DondeTodoEmpieza #VueltaSJ2023 pic.twitter.com/T3UooFBVGq
So lief das Rennen:
Nachdem die Rundfahrt durch Argentinien in den vergangenen beiden Jahren wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, traten zur 39. Ausgabe der Vuelta a San Juan Internacional bei hochsommerlichen Temperaturen von 35 Grad Celcius insgesamt 155 Fahrer an, wovon 95 erstmals das Rennen bestritten. Es dauerte gut 30 Kilometer, ehe sich nach zahlreichen Attacken eine zehnköpfige, aus Fahrern der kleineren Teams bestehende Spitzengruppe des Tages formiert hatte.
Das Feld gestand den Ausreißern aber nur wenig mehr als zwei Minuten Vorsprung zu. Gegen Mitte der Etappe sicherte sich der Panamese Christofer Robín Jurado (Panamá es Cultura y Valores) die beiden Bergpreise des Tages und übernahm damit die Führung in der Bergwertung.
Als die Verfolger auf nunmehr wieder flachem Terrain knapp 60 Kilometer vor dem Ziel die mittlerweile nur noch aus dem Italiener Manuele Tarozzi (Green Project-Bardiani CSF-Faizanè) sowie den beiden Argentiniern Leonardo Cobarrubia (Sindicato de Empleados Públicos of San Juan) und Daniel Omar Juarez (Agrupación Virgen de Fatima) bestehende Ausreißergruppe fast eingefangen hatten, sprang der Argentinier Leandro Javier Velardez (Municipalidad de Pocito) aus dem Feld nach vorn und hauchte der Gruppe neues Leben ein.
Veladrez sorgte quasi im Alleingang dafür, dass sich der Abstand zwischen Spitzengruppe und Feld schnell wieder auf rund 1:30 Minuten erhöhte. Die bestand mittlerweile aber nur noch aus ihm und Tarozzi, wogegen seine beiden Landsleute dem Tempo nicht mehr folgen konnten. 44 Kilometer vor dem Ziel holte sich Velardez den zweiten Zwischensprint des Tages, nachdem Cobarrubia zuvor den ersten gewonnen hatte.
Doch die Sprinterteams wie Soudal – Quick Step, Bora – hansgrohe oder TotalEnergies ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und holten Velardez und Tarozzi 22 Kilometer vor dem Ziel zurück, wobei sich auch der 22-jährige Lipowitz immer wieder an der Spitze des Feldes zeigte.
Acht Kilometer vor dem Ziel zerriss ein Massensturz bei hohem Tempo das Feld, das im Finale aus nur noch rund 60 Fahrern bestand. Als Lipowitz eingangs der letzten 5.000 Metern ausscherte, übernahmen TotaEnergies und DSM die Spitzenpositionen, ehe Evenepoel auf den letzten beiden Kilometern den Soudal-Zug nach vorne führte. Doch aus der letzten Kurve heraus jagte van Poppel als erster und mit seinem Kapitän Bennett am Hinterrad, von dem aus der Ire souverän zu seinem ersten Saisonsieg sprintete.
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