“Rosa Trikot war nicht das größte Ziel“

Giro: Evenepoel freut sich über perfekte Situation

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Remco Evenepoel (Deceuninck - Quick-Step) im Ziel der 6. Giro-Etappe | Foto: Cor Vos

14.05.2021  |  (rsn) - Im Ziel an der Bergankunft in Ascoli Piceno gaben weder Remco Evenepoel (Deceuninck - Quick-Step) noch sein Sportlicher Leiter Klaas Lodewyck einen Kommentar zum Ausgang der 6. Giro-Etappe ab. Erst drei Stunden später wurde Evenepoel in der WhatsApp-Gruppe seines Teams mit den Worten zitiert: "Die Eroberung des Rosa Trikots war nicht das größte Ziel.“

Das holte sich Attila Valter (Groupama - FDJ) als erster Ungar in der Giro-Geschichte. Dem 22-Jährigen reichte dazu bei widrigen Bedingungen ein zwölfter Platz, während Evenepoel zeitgleich hinter Egan Bernal (Ineos Grenadiers) und Daniel Martin (Israel Start-Up Nation) Tagesvierter wurde.

“Im letzten Anstieg war ich sehr zufrieden damit, wie ich mich gefühlt habe“, sagte der 21-jährige Grand-Tour-Debütant, der mittlerweile alleiniger Deceuninck-Kapitän ist, weil sein Teamkollege Joao Almeida bereits vor dem Ende der ersten Giro-Woche fast fünf Minuten Rückstand auf das Rosa Trikot aufweist.

Im Schlussanstieg der 6. Etappe präsentierte sich der Vorjahresvierte aber in starker Verfassung, blieb lange an Evenepoels Seite und belegte 40 Sekunden hinter Etappengewinner Gino Mäder (Bahrain Victorious) den 16. Platz. Dafür erhielt der Portugiese ein großes Lob von seinem Leader.

“Ich konnte mich die ganze Zeit auf meine Teamkollegen verlassen und wurde immer daran erinnert, weiter zu essen und zu trinken. Der letzte Anstieg schien nicht allzu schwer zu sein, aber die Wetterbedingungen machten ihn viel schwieriger. Zum Glück hatte ich genügend Energie. Am Ende war es eine perfekte Situation“, bilanzierte Evenepoel, dem als neuem Gesamtzweiten nur elf Sekunden zum Maglia Rosa fehlen.

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