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25.02.2021 | (rsn) - Als Jonas Vingegaard (Jumbo - Visma) auf den letzten 1.500 Metern am Jebel Jais den Turbo zündete und einigen der besten Bergfahrer der Welt davonmarschierte, beeindruckte der 24-jährige Däne die Radsport-Welt. Und auch Tour de France-Sieger Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) lobte nach dem Rennen: "Es war eine großartige Leistung von Jonas!"
Dennoch bedeutete Vingegaards Ritt zum Tagessieg nicht, dass er zwangsweise alle anderen Kletterer leistungstechnisch am Grenzberg zum Oman ausstach. "Ich war mehr mit meinen Konkurrenten für die Gesamtwertung beschäftigt", erklärte Pogacar, warum er dem Dänen nicht sofort nachsetzte und schließlich nur um Tagesrang zwei kämpfte - wobei er sich dann gegen Adam Yates (Ineos Grenadiers) auch durchsetzte.
Vor Vingegaards Attacke hatte der Gesamtdritte Joao Almeida (Deceuninck - Quick-Step) das Tempo stark verschärft und das Fahrerfeld zum Explodieren gebracht. Dann kehrte rund 1,5 Kilometer vor dem Ziel kurzzeitig etwas Ruhe in der Favoritengruppe ein - und genau diesen Moment nutzte Vingegaard zur Attacke, während sich Pogacar, Yates und Almeida beäugten.
Niemand von ihnen wollte sich zu sehr exponieren, um die Kontrahenten dann nicht zum Gegenangriff einzuladen, zumal vor dem Start alle Fahrer von ihren Teamleitern vor dem am Jais oft starken Gegenwind gewarnt wurden, der auch 2019 bereits Attacken aussichtslos gemacht hatte. "Durch den Gegenwind war es schwierig, alle Angriffe abzuwehren", erklärte Pogacar deshalb auch, warum er selbst nicht hinter Vingegaard hergefahren war.
Für Pogacar, der im vergangenen Jahr hinter Yates Gesamtzweiter der Heimatrundfahrt seines Teams geworden war, geht es an den beiden letzten Flachetappen zur Palmeninsel Palm Jumeirah sowie zum Hafen von Abu Dhabi nun darum, wachsam zu sein und stets vorne zu fahren, um bei möglichen Windstaffeln, wie sie auf der 1. Etappe das Klassement vorsortiert hatten, nicht ins Hintertreffen zu geraten.
Sollte ihm das gelingen, so steht dem ersten Rundfahrtsieg im Jahr 2021 für den Tour de France-Sieger nichts mehr im Wege. 45 Sekunden Vorsprung auf Yates kann er durch Zeitbonifikationen nicht mehr verlieren.
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