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Damit die Rennen spannender werden

Bardet ist gegen den Mann im Ohr und für kleinere Teams

Foto zu dem Text "Bardet ist gegen den Mann im Ohr und für kleinere Teams"
Romain Bardet (AG2R) | Foto: Cor Vos

30.11.2018  |  (rsn) - Der "kleine Mann im Ohr" beschäftigt die Radwelt, seit er zum ersten Mal zum Einsatz kam. Im Pressegespräch während des Trainingslagers seines AG2R La Mondiale-Teams in den französischen Alpen schlug Romain Bardet eine weitere Reduzierung der Teams von acht auf sechs Fahrer und erneut die Abschaffung der Funkverbindung zwischen Teamwagen und Fahrer vor, um die Rennen wieder spannender zu machen und die Rolle der Fahrer zu stärken. Bardet: "Einige sorgen sich, weil die Rennen so vorhersagbar geworden sind. Das ist die größte Gefahr, der wir uns stellen müssen."

Der Franzose, 2016 und 2017 Tourzweiter und -Dritter hinter Chris Froome, und in diesem Jahr Sechster der Gesamtwertung, nennt explizit die Dominanz des Team Sky, dass nicht nur starke Fahrer besäße, sondern auch die Steuerung von außen perfektionierte. Bardet: "Die Möglichkeit, dass Sky die Tour fast mit jedem seiner Fahrer gewinnen könnte, ist das, was die Organisatoren in Angriff nehmen müssen, um wieder unberechenbarere Szenarien zu schaffen."

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Die ASO als Veranstalter der Tour de France, hatte schon die Mannschaftsstärke von neun auf acht Fahrer reduziert und ein Verbot der Geräte zur Leistungsmessung vorgeschlagen. Bardet will dazu die Radios abschalten. "Ich denke, eine Welt ohne Hörmuscheln wäre eine sehr gute Sache. Die Fahrer würden ein bisschen mehr Verantwortung übernehmen. Das würde ihr taktisches Gespür und ihre Wahrnehmung erhöhen. Sie müssten ohne die Informationen von außen aufmerksamer sein. Das würde sie als Fahrer weiterentwickeln."

Mit dem Mann im Ohr würden die Fahrer passiver agieren und auf Infos von außen warten. Bardet: "Man dürfte ohne Radio keinen der gefährlichen Fahrer aus den Augen lassen. Das macht das Rennen von innen heraus intensiver und verbreitet mehr Unsicherheit."

Die Wattmeter an den Rädern sieht der AG2R-Kapitän nicht als das große Übel an: "Ich denke nicht, dass es so schlimm wäre, sie wegzunehmen. Ich glaube aber auch nicht, dass es die Lösung aller Probleme wäre."

Er würde eher nochmal an der Teamgröße drehen und weiter auf nur noch sechs Teilnehmer reduzieren. Bardet: "Das würde Teams schnell in Schwierigkeiten bringen. Vielleicht wäre es ein bisschen extrem für die Tour de France - ein paar Stürze und schnell sind es nur noch vier - aber das ist Sport. Der kann grausam sein."

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