TDU-Bora-Kapitän brach am Schlusskilometer ein

McCarthy: “Portes Tempo war zu hoch“

Foto zu dem Text "McCarthy: “Portes Tempo war zu hoch“"
Jay McCarthy (Bora-hansgrohe) | Foto: Cor Vos

20.01.2018  |  (rsn) - Bis gut einen Kilometer vor dem Ziel der Königsetappe sah es so aus, als ob Jay McCarthy sich seinen Traum vom ockerfarbenen Trikot der Tour Down Under würde wahrmachen können. Der Australier sprang an Richie Portes Hinterrad, als der Vorjahressieger im Mittelteil des drei Kilometer langen Schlussanstiegs zum Willunga Hill wie erwartet attackierte.

Im Windschatten seines Landsmanns konnte sich der 25-Jährige aus der zu diesem Zeitpunkt noch rund 40-köpfigen Spitzengruppe lösen, in der allerdings der Gesamtführende Peter Sagan nicht mehr dabei war. Der Weltmeister hatte bereits am Fuß des Willunga Hill dem von Portes Helfer Rohan Dennis eingeschlagenen hohen Tempo nicht mehr folgen können, so dass bei Bora-hansgrohe nunmehr alle Hoffnungen auf McCarthy ruhten.

Doch als der Titelverteidiger kurz vor dem Teufelslappen ein zweites Mal antrat, verlor McCarthy den Kontakt und wurde auf den letzten 1.000 Metern noch bis auf Rang 23 durchgereicht - ein herber Schlag für den mit so großen Hoffnungen gestarteten Gesamtdritten des Vorjahres. "Ich bin natürlich enttäuscht über das Ergebnis, aber ich habe mein Bestes gegeben. Der Plan war heute, die Gesamtwertung zu gewinnen und wir wussten, dass ich mit Richie Porte im Finale mithalten musste. Ich konnte ihm leider nicht folgen, sein Tempo war zu hoch“, gestand der 25-Jährige seine Machtlosigkeit an diesem Tag ein.

Auch wenn McCarthy eine bisher erfolgreiche Tour Down Under nicht mit dem erhofften Gesamtsieg wird krönen können - im Gesamtklassement fiel er vom dritten auf den 18. Platz zurück (+0:29) - so trug der Sportliche Leiter Patxi Vila das Ergebnis mit Fassung. "Wir waren uns bewusst, dass heute bei der Königsetappe alles auf dem Spiel stehen würde. Jay sollte Richie folgen und auch noch Impey im Auge behalten. Die Jungs haben während der ganzen Etappe hart gearbeitet. Wir haben unseren Plan ausgeführt, aber Sport ist Sport und wir müssen das Ergebnis akzeptieren. Porte war heute der Stärkste. Jay hat alles gegeben und wir konnten nicht mehr tun“, fasste der Spanier die 151,5 Kilometer lange 5. Etappe von McLaren Vale zum Willunga Hill zusammen.

Zudem bleibt Bora-hansgrohe auf der morgigen Schlussetappe noch die Chance auf einen zweiten Etappensieg, nachdem Sagan das vierte Teilstück in Uraidla gewonnen hatte. Der Weltmeister, der aufmunternde Worte an McCarthy richtete - "ich bin stolz auf ihn und (darauf), wie er gegen Porte gekämpft hat“ - dürfte am Sonntag in Adelaide in der zu erwartenden Sprintankunft wieder die erste Option des Rennstalls aus Raubling sein, nachdem sich Sam Bennett vor dem Start der Tour de France eine Erkältung zugezogen hatte, mit deren Folgen er offensichtlich bis jetzt zu kämpfen hat.

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