Kalifornien: Für den Titelverteidiger zählte nur Gelb

Leipheimer: "Peterson hat den Sieg verdient"

Foto zu dem Text "Leipheimer:

Levi Leipheimer (Astana) nach der 2. Etappe der Kalifornien-Rundfahrt

Foto: ROTH

17.02.2009  |  (rsn) – Bereits auf der 2. Etappe der Kalifornien-Rundfahrt machte Levi Leipheimer (Astana) einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung. Im letzten, knapp zehn Kilometer langen und bis zu 14 Prozent steilen Anstieg rund 30 Kilometer vor dem Ziel setzte sich der 35-jährige US-Amerikaner mit einem fulminanten Antritt aus der Favoritengruppe ab und zog nach und nach an allen Fahrern aus der ehemaligen Ausreißergruppe vorbei, in der sich auch der Hannoveraner Grischa Niermann (Rabobank) befand.

Lediglich Leipheimers Landsmann Thomas Peterson (Garmin-Slipstream) konnte dem Tempo des Astana-Kapitäns folgen. Gemeinsam machte sich das Duo auf die rund 20 Kilometer lange Abfahrt nach Santa Cruz, auf der allerdings nur Leipheimer Führungsarbeit leistete. Der zweifache Kalifornien-Gewinner erreichte das Ziel mit Peterson im Schlepptau und überließ diesem den Sieg, während er selbst sich nach der Etappe das Gelbe Trikot überstreifen durfte. Nach dem Rennen zeigte der kleine Kalifornier Verständnis für das Verhalten seines 13 Jahre jüngeren Konkurrenten, der in seiner dritten Saison für Slipstream fährt.

„Er ist in der Gesamtwertung weit zurück“, sagte Leipheimer nach dem Rennen. „Zabriskie ist sein Kapitän und der war hinter uns. Ich kann verstehen, dass er sich nicht an der Führungsarbeit beteiligte. Er schaffte es bis zur Bergwertung mit mir, was den anderen nicht gelang. Also hat er auch den Sieg verdient.“ Peterson zeigte sich nach seinem ersten Profisieg ähnlich selbstbewusst wie im Rennen. „Da wird noch mehr kommen“, kündigte er an.

Den ganzen Tag über hatten die Fahrer wieder mit extrem schlechtem Wetter zu kämpfen. Bei erneut nur einstelligen Temperaturen regnete es fast ununterbrochen, am Gipfel des letzten Anstiegs hagelte es sogar. Alles andere als optimale Bedingungen für Leipheimer, der in seiner kalifornischen Heimat an Sonnenschein gewöhnt ist. Auf die Frage, wie es sei, zwei Tage hintereinander in strömendem Regen Rennen zu fahren, antwortete er: „Stell Dich viereinhalb Stunden lang unter eine Dusche mit kaltem Wasser - so ungefähr fühlt es sich hier draußen an.“ Peterson dagegen, der aus dem Bundesstaat Washington im pazifischen Nordwesten der USA stammt, ist solche Bedingungen gewohnt. „Bei uns ist es noch ein paar Grad kälter und es regnet die ganze Zeit“, sagte der Tagessieger.

Quelle: cyclingnews.com

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