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15.03.2006 | Mit seinem Gesamtsieg bei Tirreno-Adriatico hat Thomas Dekker eindrucksvoll bestätigt, dass er zu den größten Rundfahrt-Talenten im Peloton zählt. Der 21jährige Holländer war schon ein vielversprechender Junior und wechselte vor der vergangenen Saison ins Profilager, natürlich zum heimischen Team Rabobank. In Italien gelang Dekker “dem Jüngeren“, der mit Rabobank-Routinier Erik Dekker nicht verwandt ist, jetzt der Durchbruch.
Dabei besiegte er Größen wie Davide Rebellin, Alessandro Petacchi, Oscar Freire oder Filippo Pozzato, die allesamt schon die „Fahrt zwischen den Meeren“ gewonnen hatten. Sicherlich kam Dekker entgegen, dass die Veranstalter nach vier Jahren erstmals wieder ein Zeitfahren ins Programm aufgenommen hatten. Der Zeitfahrspezialist nutzte seine Chance, wurde auf der 5. Etappe im Kampf gegen die Uhr Dritter und schlüpfte erstmals in das Führungstrikot. Auf den letzten beiden Etappen verteidigte er dann seine Führung souverän, unterstützt von einer starken Rabobank-Mannschaft.
Mit seinem ersten Triumph bei einer Rundfahrt demonstrierte Dekker, dass künftig auch bei größeren Rundfahrten mit ihm gerechnet werden muss. Sein Selbstvertrauen dürfte jedenfalls einen großen Schub erhalten – ein besonders wichtiger Aspekt, gilt Dekker doch als ein Fahrer, der mit guten Resultaten im Rücken immer stärker fährt.
Die Konkurrenz hält jedenfalls schon große Stücke auf ihn. „Vor dem Rennen fragten mich meine Teamkollegen, wer meiner Meinung nach das Rennen gewinnen würde“, sagte etwa Alessandro Petacchi. „Ich sagte ohne zu zögern ‚Thomas Dekker. Wir trainieren oft miteinander und ich weiß, wie sehr er auf dieses Rennen fixiert war. ’“ Und mit einem Lachen fügte der Milram-Star hinzu: „Hätte ich doch nur auf ihn gewettet.“ In Zukunft wird Petacchi wohl noch oft auf Dekker setzen können. Dessen Karriere hat gerade erst begonnen.
Quelle: cyclingnews.com
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