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14.09.2019 | (rsn) – Urplötzlich ist die Rad-Bundesliga wieder spannend. Vor den letzten beiden Läufen liegen der neue Spitzenreiter Jonas Rutsch (Lotto – Kern Haus) und der am letzten Wochenende krankheitsbedingt in Genthin fehlende John Mandrysch (P&S Metalltechnik) punktemäßig gleichauf. Und auch der Gesamtdritte Christopher Hatz (Herrmann Radteam) ist mit nur 57 Zählern Rückstand noch in der Verlosung. Dies verspricht Spannung für den vorletzten Lauf in Sebnitz, der am Sonntagnachmittag ausgetragen wird und dessen Sieger am Ende satte 210 Punkte erhält.
In Sebnitz wird, wie bereits in der Vergangenheit, ein 6,5 Kilometer langer Rundkurs mit jeweils 92 Höhenmetern absolviert. Dieser ist 20 Mal zu befahren, was am Ende für eine Gesamtdistanz von 130 Kilometern sorgt. "Der Kurs ist nicht all zu schwer, aber im letzten Jahr ist am Ende auch nochmal eine Gruppe weggefahren", schätzte Florian Monreal, Teamchef von Lotto – Kern Haus, gegenüber radsport-news.com die Strecke als eher sprintertauglich ein.
Grischa Janorschke, der Sportliche Leiter beim Herrmann Radteam, pflichtete dem gegenüber radsport-news.com bei: "Der Kurs ist mittelschwer. Ich hoffe auf ein actionreiches Rennen. Dann ist er selektiv genug." Ähnlich sieht es auch Lars Wackernagel, Sportdirektor bei P&S Metalltechnik. “Uns gefällt der Kurs sehr gut. Wir können wieder mit einem angriffslustigen Rennen rechnen. Es kann dann durchaus über eine Gruppe gehen", befand er gegenüber radsport-news.com.
Da der Kurs nicht so selektiv ist wie der am darauffolgenden Wochenende zum Abschluss im Sauerland, werden am Sonntag wohl eher sprintstarke Fahrer den Sieg unter sich ausmachen. Rutsch, Mandrysch und Hatz sind allesamt im Sprint nicht langsam, wobei Mandrysch wohl der auf dem Papier Schnellste des Trios sein dürfte. "Bei John muss man dann sehen, ob hintenraus die Kraft schon reicht, um richtig mitzugehen", schränkte Wackernagel allerdings ein.
Entsprechend werden das Herrmann Radteam und Lotto – Kern Haus alles daran setzen, das Rennen so schwer wie möglich zu machen, um Mandrysch ins Hintertreffen zu bringen. "Denn schwere Rennen liegen uns. Wir sind gewappnet für das Rennen und hoffen, dass wir auch mit dem Führungstrikot nächstes Wochenende ins Sauerland reisen werden", so Monreal. Der Teamchef von Lotto – Kern Haus weiß aber auch, dass es aufgrund der Streckenführung möglich ist, dass Mandrysch sich das Führungstrikot zurückholen könnte. "Dann werden wir auch nicht in Panik verfallen. Unser Ziel ist es, am Ende der Rennserie ganz oben zu stehen", meinte Monreal.
Bei P&S Metalltechnik ist man derweil optimistisch, nach zuletzt unglücklich verlaufenen Rennen in der nationalen Serie wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. "John ist soweit fit, dass er ein gutes Rennen fahren kann. Er hat zwar seit seinem Magen-Darm-Infekt noch nicht so viel trainieren können, aber wir sind recht zuversichtlich. Er hat auch ein starkes Team um sich herum", so Sportdirektor Wackernagel.
Rutsch und Hatz haben Momentum auf ihrer Seite
Während für Mandrysch dessen Sprintstärke spricht, haben Rutsch als neuer Spitzenreiter und der auf dem Nürburgring und letzte Woche in Genthin mit seinen Herrmännern im Teamzeitfahren erfolgreiche Hatz das Momentum auf ihrer Seite. Gerade das Herrmann Radteam will seinen guten Lauf in der Rad-Bundesliga fortsetzen. "Unsere Fahrer sind physisch und psychisch in einer sehr guten Verfassung. Wir können mit der vollen Mannschaftsstärke an den Start gehen und sehen dem Rennen sehr positiv entgegen", erklärte Janorschke.
Gut möglich ist aber auch, dass es am Sonntag einen lachenden Vierten als Tagessieger in Sebnitz geben könnte, da es zwischen Rutsch, Mandrysch und Hatz aufgrund der knappen Punkteabstände auch taktische Spielereien geben könnte. "Ich denke, die drei werden sich nicht aus den Augen lassen und aufeinander aufpassen. Da könnten dann andere Fahrer von profitieren", meinte Monreal. Dafür käme etwa Vorjahressieger Marcel Franz (Heizomat rad net) in Frage.
Während Lotto – Kern Haus voll für Rutsch und dessen Gesamtsieg fahren wird, macht man sich beim Herrmann Radteam auch Hoffnung auf den Tagessieg – gegebenenfalls durch einen Teamkollegen von Hatz. "Im Vergleich zu anderen Mannschaften haben wir nicht nur eine Speerspitze. In der Breite des Kaders sehe ich unsere Vorteile, wir sind für alle Szenarien gut gerüstet", meinte Janorschke, der allerdings auch aus der Konstellation an der Spitze der Gesamtwertung einen Vorteil für seinen Schützling Hatz herausliest: "Durch die Punktgleichheit von Rutsch und Mandrysch kann sich Chris Hatz erstmal anschauen, was die beiden so veranstalten", sagte der Ex-Profi.
Auch in der Teamwertung bleibt es spannend
Neben der Einzelwertung verspricht auch der Kampf um die Teamwertung spannend zu werden. Denn hier führt P&S Metalltechnik nur noch mit zwei Zählern vor dem Herrmann Radteam, und auch Lotto – Kern Haus auf Rang drei liegt noch in Schlagdistanz. "Ich denke nicht, dass es realistisch sein wird, den Rückstand aufzuholen. Das Ziel Einzelwertung liegt da näher. Wir wollen das Führungstrikot von Jonas verteidigen, da liegt unsere Priorität drauf. Alles weitere wäre ein Zubrot", kündigte Monreal an, dass man in Sebnitz voll auf die Karte Rutsch setzen wird und dafür notfalls auch bereit ist, die Teamwertung zu opfern.
Auch beim Herrmann Radteam will man den Fokus zunächst nicht auf die Gesamtteamwertung richten. "Wir gehen es so an wie immer. Erstmal steht das Rennen in Sebnitz im Vordergrund und die Sonderwertungen ergeben sich daraus", so Janorschke, der aber natürlich hofft, durch gute Ergebnisse in der Tageswertung dann auch in der Einzel- und Teamgesamtwertung weiteren Boden gutmachen zu können.
Ähnlich äußerte sich auch Wackernagel vom führenden Team P&S Metalltechnik. "Wir wollen ein gutes Rennen zeigen und am Ende in Sebnitz idealerweise auf dem obersten Treppchen stehen. Die Jungs sind alle fit und so können wir vielleicht auch etwas Druck von John nehmen", kann sich Wackernagel vorstellen, auch andere Karten zu spielen, um so den Tagessieg auch ohne finales Zutun des Kapitäns einzufahren. Dann bestünde aber auch die Gefahr, dass Mandrysch in der Gesamtwertung entscheidend ins Hintertreffen geraten könnte. Gerade taktisch verspricht der Sebnitz-Lauf also Spannung pur.
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