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01.10.2018 | (rsn) - In den Kampf um die Medaillen konnte Michael Valgren im WM-Straßenrennen von Innsbruck am Ende nicht mehr eingreifen. Als Siebter, 43 Sekunden nach Weltmeister Alejandro Valverde, kam der Däne nach schweren 258,5 Kilometern ins Ziel und konnte sich danach zugute halten, als erster die entscheidende Passage durch die “Höttinger Höll“ in Angriff genommen zu haben. Allerdings war der Vorsprung auf die Verfolger nicht groß genug, um als erster Däne seit Matti Breschel 2010 - der Silber in Geelong gewann - auf ein WM-Podium gerufen zu werden.
"Ich bin glücklich. Ich hätte an dem letzten, schrecklichen Anstieg zwei Minuten Vorsprung gebraucht, um vorne bleiben zu können“, erklärte Valgren nach dem Rennen dem dänischen Fernsehsender Sender TV Midt-Vest. Sein Vorsprung gegenüber der Favoritengruppe am Beginn des 2,6 Kilometer langen und oben hinaus bis zu 28 Prozent steilen Anstiegs betrug allerdings gerade 30 Sekunden. Den büßte der Amstel-Gold-Sieger schnell ein - doch Valgren biss sich an der ersten Verfolgergruppe fest, nachdem an der Spitze Valverde, Romain Bardet, Michael Woods, Gianni Moscon sowie Tom Dumoulin davon gezogen war.
Im Zielsprint musste er dann nur dem Tschechen Roman Kreuziger den Vortritt lassen, was den 26-Jährigen aber nicht weiter bekümmerte. "Ich hätte Sechster werden können, aber das spielt keine Rolle mehr. In die Top 5 hätte ich es so oder so nicht mehr geschafft“, sagte Valgren, der versuchte sich das Regenbogentrikot zu holen und zufrieden damit war, wie er dies anging: "Ich wusste, dass es schwer werden würde und hatte am Ende dann einfach nicht mehr die Beine. Mir ging die Kraft aus und ich hatte Krämpfe in beiden Beinen. Ich wiege nicht 65 Kilo, wie einige der anderen, und das hat letztlich den Unterschied gemacht“, meinte der 1,79 Meter große und 71 Kilogramm schwere Klassikerspezialist, der sich rund 22 Kilometer vor dem Ziel bei der letzten Überquerung des Olympiabergs davon gemacht hatte.
Valgren war aber nicht der einzige Däne, der an diesem strahlend schönen Sonntag für Furore sorgte. Der 23-jährige Kasper Asgreen schaffte bei seinem WM-Debüt nicht den Sprung in die Gruppe des Tages. Der Neoprofi von Quick-Step Floors war auch derjenige der elf Ausreißer, der sich am längsten an der Spitze hielt und erst kurz vor dem Moment gestellt worden war, in dem sein Landsmann attackierte.
Valgren erwähnte namentlich zudem noch den nur ein Jahr älteren Emil Vinjebo, der für den dänischen Drittdivisionär ColoQuick fährt und der sich sein erstes WM-Ticket bei den Profis, unter anderem mit Rang sechs bei der Dänemark-Rundfahrt, verdient hatte.
"Ich muss Emil einen riesigen, riesigen Dank aussprechen. Er war den ganzen Tag bei mir und als Fahrer eines Kontinental-Teams hat er einen riesigen Schritt gemacht, ist wie ein alter Profi gefahren. Er hat mir Flaschen gereicht, so dass ich mir in der Verpflegungszone keine einzige holen musste, das war Klasse“, lobte Valgren, der am Saisonende von Astana zu Dimension Data wechseln wird, seinen jungen Helfer, der das WM-Rennen sogar beendete, und zwar auf einem respektablen 55. Platz.
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