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17.09.2018 | (rsn) – Nachdem es weder Stefan Denifl (Aqua Blue Sport) noch Annina Jenal (maxxLindig-solar) und Kathrin Schweinberger (Health Mate-Cyclelive) in die Kader für die Eliterennen der Straßenweltmeisterschaften in Innsbruck geschafft haben, müssen sich die Tiroler auf ihre Lokalmatadore bei den Junioren und im U-23-Bereich konzentrieren.
Bei der U23 geht Österreichs einziger Straßenweltmeister, Felix Gall (Development Team Sunweb), der 2015 in Richmond den Titel der Junioren eroberte, als Kapitän ins Straßenrennen. Der Kletterspezialist aus Osttirol wird unterstützt von drei Fahrern des Tirol Cycling Team. Neben den beiden Lokalmatadoren Benjamin Brkic und Mario Gamper komplettiert der Salzburger Marcel Neuhauser das Quartett.
"Die großen Radnationen stellen in ihren Teams einige Profis auf. Von daher ist das Straßenrennen vom Niveau her nochmals höher als beispielsweise reine U-23-Rennen wie die Tour de l'Avenir. Deshalb wäre ein Platz unter den Top-Ten ein absolutes Spitzenergebnis", erklärte Gall. Aber nicht nur ihm traut Nationaltrainer Franz Hartl ein Topergebnis zu, denn auch Brkic gilt als enormes Talent.
Im Zeitfahren ruhen die Hoffnungen auf Markus Wildauer, der schon jetzt auf eine tolle Saison zurückblicken kann. Der Fahrer des Tirol Cycling Teams ist der aktuelle U23-Meister im Zeitfahren, eroberte in diesem Jahr beim Baby-Giro sensationeller Weise das rosa Führungstrikot und gewann bei den Europameisterschaften Bronze in seiner Spezialdisziplin. Bei der EM schaffte mit Patrick Gamper ein weiterer junger Tiroler eine Topplatzierung. Neunter wurde der ältere der drei Rennbrüder. Seit dieser Saison fährt er für die Nachwuchsmannschaft von Trek-Segafredo, das Team Polartec-Kometa, in Spanien.
Bei den Junioren kommen bei den Herren die Steirer zum Zug. Valentin Götzinger und Maximilian Kabas nehmen das Zeitfahren in Angriff, Martin Messner sowie der Oberösterreicher Jakob Reiter starten im Straßenrennen. Bei den Damen gibt eine Weltmeisterin ihr Debüt auf der Straße. Zweimal gewann Laura Stigger schon das Regenbogentrikot im Mountainbike Cross-Country. Die junge Athletin aus Haiming ist in ihrem letzten Juniorenjahr auf den Wald- und Wiesenpfaden derzeit unantastbar und raste von Sieg zu Sieg.
"Sie ist sicherlich von den physischen Möglichkeiten die Fahrerin, der man eigentlich so gut wie alle Überraschungen zutrauen kann. Es wird davon abhängen, wie sie erstens mit dem Positionsverhalten im relativ großen Fahrerfeld und zweitens mit dem taktischen Verständnis für speziell relevante Rennsituationen zurechtkommt. Aber ich denke, dass wir ihr alles zutrauen können", sagte Nationaltrainer Richard Kachlmaier.
Das Quartett der Juniorinnen komplettieren die Linzerin Tina Berger-Schauer, die aus Waidhofen/Ybbs stammende Hannah Streicher sowie die Tirolerin Katharina Kredl, die nur unweit von der WM-Strecke in Kolsass vor Innsbruck aufwuchs.
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