Auf 5. Tour-Etappe “wohl zu früh losgesprintet“

Van Avermaet behauptet Gelb, verpasst aber den Etappensieg

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Zu früh losgesprintet: Greg Van Avermaet (BMC) im Finale der 5. Tour-Etappe in Quimper | Foto: Cor Vos

11.07.2018  |  (rsn) - Sein Gelbes Trikot hat Greg Van Avermaet (BMC) auf der 5. Etappe der 105. Tour de France souverän verteidigt. Doch der erhoffte Tagessieg sprang für den Belgier am Ende nicht heraus - und das, obwohl sich das Peloton am zweiten Tag durch die Bretagne über 204,5 Kilometer auf Klassikerterrain bewegte, auf dem sich Van Avermaet wohl fühlt.

Zudem kontrollierte BMC gemeinsam mit Bora-hansgrohe das Geschehen und stellte die ursprünglich siebenköpfige Ausreißergruppe, umso das Terrain für die Kapitäne Peter Sagan und Van Avermaet zu ebnen. Während der Weltmeister sich in Quimper sich souverän den Sieg holte, musste sich der Olympiasieger mit Rang sieben begnügte; das möglicherweise auch deshalb, weil Van Avermaet nicht nur auf Etappensieg fuhr, sondern auch sein Gelbes Trikot behaupten  wollte.

"Philippe (Gilbert) ist ziemlich früh losgefahren. Ich habe versucht, an ihm dran zu bleiben, denn er ist im Gesamtklassement nah an mir dran, daher konnte ich ihn nicht weglassen. Dann bin ich wohl zu früh losgesprintet. Ich dachte, die letzte Kurve sei etwas näher am Ziel“, gestand der 33-Jährige im Ziel ein. "Ich habe es einfach versucht, und das Gute ist, dass Richie keine Zeit verloren hat“, spielte Van Avermaet noch auf ein drittes BMC-Ziel dieses Tages an, nämlich seinem Teamkollegen Porte, der das Tour-Podium im Auge hat, alle Chancen darauf zu wahren.

"Das Team hat toll gearbeitet, so dass wir in einer guten Position waren und keine Zeit verloren haben Es war ein sehr schwerer Tag für viele von uns. Manchmal kannst du auf solchen Etappen mehr Zeit verlieren als in den Bergen“, bilanzierte der neue und alte Träger des Gelben Trikots, dem sich morgen an der Mur de Huy eine weitere Chance auf seinen zweiten Tour-Etappensieg eröffnen könnte, auch wenn er am kurzen, aber steilen Schlussanstieg nicht zu den Favoriten gehören wird - anders als auf der heutigen Klassikeretappe durch die Bretagne.

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