Giant-Tour-Tagebuch des Picardellics Velo Teams

Kein Ullrich-Wetter – leider auch für uns!

20.08.2005  |  Auf dem Tourplan stand heute wieder eine so genannte Übergangsetappe. Knapp 800 Höhenmeter lassen aber Flachlandfahrer wie Thomas, Dirk und mich doch schon ganz schön zittern. Nach ca. 25 km kommt schon der entscheidende Anstieg. Matze, Ralf, Michi, Picco, Dirkus und Eric können sich in einer ca. 30 Mann starken Spitzengruppe behaupten. Dahinter kämpfen alle anderen 220 Fahrer um Luft und das sprichwörtliche Überleben. Bei Kilometer 45 sind ist das Gröbste vorbei und ich kann Thomas in meiner Gruppe entdecken.

Es dauert dann einige Zeit, bis die Gruppe richtig läuft und das Tempo wieder auf deutlich über 38km/h ansteigt. Die Tempoverschärfung zeigt im immer heftigeren werdenden Regen schnell Erfolg: Wir holen die vor uns fahrende Gruppe ein. Mit jetzt fast 50 Fahrern können wir die Aufholjagd auf die Spitze fortsetzen.

Dort spielt sich folgendes Szenario ab: Wechselnde Attacken vom Team Strassacker enden mit einem meisterlichen Ausreissversuch von Alexander Nikolopoulos. Da sein Team Strassacker als Vierter in der Teamwertung ca. 16 Minuten Rückstand auf uns (Platz zwei), aber nur sieben Minuten auf Team Odenwaldquelle (Platz drei) hat, überlassen wir fünf Picardellics den Odenwäldern die Nachführarbeit. Allerdings wird die nicht mit der nötigen betrieben, so dass Alexander nach einer Alleinfahrt von ca. 35 km mit 1:27 Vorsprung solo durchs Ziel fährt.

Michi muss im Sprint der Nachfolger auf seine beiden Anfahrer Thomas und mich verzichten und sich schließlich mit dem vierten Platz zufrieden geben. Wir können derweil die Verfolgergruppe auf 27 Sekunden an die Spitzengruppe heranführen. Dirk, Luma und Danni folgen in Gruppe drei mit vier Minuten Abstand. Sicher und ebenfalls völlig durchnässt beenden auch Rene und Bernd diese Regenetappe.

Im Ziel heißt es dann: sofort warm duschen, trockene Klamotten überziehen und genügend Pasta verdrücken. Denn morgen werden einige einen Notschrei ausstoßen, wenn es über den gleichnamigen Anstieg vor dem viel zu hohen und steilen Feldberg geht. Auf der Fahrt nach St. Märgen benötigen wir die höchste Stufe des Scheibenwischers und wir erinnern uns an die Bilder von der letzten Feldbergüberfahrt der Deutschlandtour. Brrr.

Viele Grüße

Euer

Picardellics Velo Team Dresden
www.picardellics.de

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