Durchleuchtung der Doping-Ära

UCI: Unabhängige Kommission nimmt Anfang 2014 ihre Arbeit auf

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Lance Armstrong und Hein Verbruggen bei der Bahn-WM in Antwerpen 2001. | Foto: ROTH

16.12.2013  |  (rsn) – Die unabhängige Kommission, welche die Doping-Ära des Radsports in den neunziger und den ersten Jahren des neuen Jahrtausends durchleuchten soll, wird Anfang 2014 ihre Arbeit aufnehmen – wenn auch nicht unter dem Namen „Wahrheit und Versöhnung“ (truth and reconciliation). Das kündigte der neue UCI-Präsident Brian Cookson am Montag im Gespräch mit dem belgischen Fernsehsender VTM Nieuws an.

Nach Angaben des Briten sei man „sehr nahe dran“, Details über das Vorgehen des dreiköpfigen Gremiums, das auch die Unterstützung der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA genieße, bekanntgeben zu können. Einladen würden diejenigen, die etwas zu sagen hätten und zur Aufklärung beitragen könnten – Cookson nannte in diesem zusammenhang unter anderem Johan bruyneel und Lance Armstrong, die im Zentrum des US Postal-Dopingskandals standen.

„Wir werden sie bitten, die Wahrheit zu sagen, die ganze Wahrheit, und wir hoffen, daraus zu lernen und Empfehlungen aussprechen zu können, um sofort neue Vorgehensweisen und Verfahren in Kraft zu setzen, die verhindern sollen, dass der Radsport jemals wieder solche Wege nach unten beschreitet“, erklärte der Präsident des Radsport-Weltverbandes.

Cookson deutete an, dass auch sein höchst umstrittener Vorgänger Pat McQuaid eine Einladung erhalten würde. In dessen Ära seien „viele gute Dinge wie die Einführung des Biologischen Passes geschehen“, so Cookson. „Das Problem bleibt aber, dass mit den Vorwürfen, wonach die UCI inder Lance Armstrong-Ära an Absprachen und Vertuschungen beteiligt gewesen sei, nicht angemessen umgegangen wurde.“

Dies zähle nun auch zu den Aufgaben der Kommission. Die UCI werde deren Unabhängigkeit sicherstellen, sie mit einem ausreichenden Budget ausstatten und sie in Ruhe ihre Arbeit verrichten lassen, kündigte Cookson weiter an. Das Gremium könne befragen, wen immer es wolle, und, sobald es ernannt sei, seine Vorgehensweise und Modalitäten ändern, wenn es das für nötig erachten sollte.

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