Brajkovic und Kessiakoff auf 6. Etappe verletzt raus

Schwarzer Tour-Tag für Astana - Fuglsang nur noch mit fünf Helfern

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Janez Brajkovic (Astana) nach seinem Sturz auf der 6. Tour-Etapppe | Foto: ROTH

05.07.2013  |  (rsn) - Nach einem desaströsen Tag muss Astana-Kapitän Jakob Fuglsang bei der Tour de France ohne seine beiden wichtigsten Berghelfer auskommen. Auf der 6. Etappe von Aix-en-Provence nach Montpellier gab der von dem Massensturz am Mittwoch gezeichnete Frederik Kessiakoff früh im Rennen auf.

Zehn Kilometer vor dem Ziel stürzte Janez Brajkovic auf einer Verkehrsinsel und zog sich dabei eine tiefe Wunde an seinem linken Knie sowie Hautabschürfungen an der Hand und am Kinn zu. Der Slowene beendete unter starken Schmerzen die Etappe und wurde noch im Ziel mit zahlreichen Stichen genäht.

„Ich bekam Angst, als ich die Größe und Tiefe der Wunde an meinem Knie gesehen habe“, erklärte Brajkovic nach dem Rennen. „Ich wusste, das es schlimm war, wollte aber weiterfahren, denn man weiß ja nie. Die Ärzte waren sehr schnell und professionell, als sie die Wunden nähten, aber sie sagten auch, dass ich sehr starke Schmerzen kriegen würde, wenn die Betäubung nachlassen würde.“

Kessiakoff hatte sich am Mittwoch in Marseille an seinem rechten Unterarm, an beiden Ellbogen, an der Brust und linken Knie verletzt. Der 32-Jährige ging stark bandagiert die 6. Etappe an, doch fiel früh zurück „Ich konnte nicht aus dem Sattel gehen, hatte starke Schmerzen am ganzen Körper und konnte nicht beschleunigen, als es auf die Windkante ging“, berichtete Kessiakoff.

Damit wird Astana mit nur noch sechs Mann die morgige Etappe in Angriff nehmen, nachdem der Kasache Andrej Kashechkin auf der 3. Etappe aufgegeben hatte. „Fuglsang hat in den Bergen nun nur noch fünf Fahrer, um ihm zu helfen. Aber was kann man machen?“, sagte der Sportliche Leiter Dmitriy Sedoun. „Wir müssen morgen wieder Rennen fahren und übermorgen und an weiteren 13 Etappen danach. Es wird nicht leicht werde, aber nichts im Radsport ist leicht“, fügte er an.

Fuglsang selber erklärte, dass die Top Ten des Gesamtklassements weiter sein Ziel seien. „Es wird aber ganz bestimmt nicht leichter“, fügte der Däne an.

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