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11.02.2013 | (rsn) – Im vergangenen Jahr feierte Marcel Kittel (Argos-Shimano) bei der Oman-Rundfahrt gleich zwei Etappensiege. Auch bei der 6. Auflage des am Montag beginnenden Rennens zählt der 24 Jahre alte Erfurter in den zu erwartenden Massensprints zu den Favoriten.
Nachdem es bei der Tour Down Under mit der Sprintvorbereitung noch nicht geklappt hat, soll nun im Oman der erste Saisonsieg her. „Wir haben eine starke Mannschaft am Start“, sagte Kittel im Gespräch mit Radsport News. Wichtig dürfte vor allem sein, dass ihm ab Montag mit Tom Veelers sein etatmäßiger Anfahrer zur Seite stehen wird. Bei der Tour Down Under war Argos-Shimano noch chancenlos gegen André Greipel und dessen eingespielten Lotto-Sprintzug - was auch Kittel anerkannte.
„André hatte ja schon seinen Tour-Zug dabei, sie haben in Australien eine super Arbeit gemacht, vor allem Henderson als Anfahrer. Das war schon beeindruckend“, erklärte der Argos-Kapitän, der mit Blick auf die Leistung seines Teams betonte: „Uns hat einfach die Erfahrung gefehlt, mit Jonas Ahlstrand und Will Clarke hatten wir zwei neue Fahrer dabei. Da war es nicht überraschend, dass der Sprintzug nicht so lief wie geplant. Aber wir werden aus diesen Fehlern lernen“, sagte Kittel.
Trotzdem zog er ein positives Fazit von seiner Premiere beim WorldTour-Auftakt in Süd-Australien: „Für mich war es eine optimale Gelegenheit, um in die Saison zu starten, die Atmosphäre war toll und das Rennen super organisiert.“
Im Oman wird Kittel erstmals seine neue Rennmaschine unter Wettkampfbedingungen testen. „Ich bin total gespannt. Radsportler sind ja wie kleine Kinder, wenn es ums Material geht. „Mein neuer Bolide wird mir auf jeden Fall noch einen Motivationskick für die Sprints geben“, kündigte er an.
Einen Motivationskick erhielt der Thüringer auch von den jüngsten Vorstellungen des Argos-Frauenteams, das bei der Ladies’ Tour of Qatar abräumte. „Die Mädels haben ja schon vorgelegt, drei Etappensiege und der Gesamterfolg durch Kirsten Wild, da sind wir im Zugzwang“, so Kittel, dessen Hoffnung, dass bis zur Oman-Rundfahrt sein Freund John Degenkolb den ersten Sieg des Männerteams eingefahren haben würde, sich nicht erfüllte. Degenkolb und sein Sprintzug waren bei der Katar-Rundfahrt gegen Mark Cavendish und dessen Omega Pharma-Quick Step-Team in den Massensprints chancenlos. Als bestes Ergebnis bringt der fünffache Vuelta-Etappengewinner einen sechsten Platz mit nach Oman, wo er mit Kittel eine Doppelspitze bilden wird. Im achtköpfigen Argos-Aufgebot steht auch der Cottbuser Nikias Arndt, der in Katar sein Profidebüt gab.
Kittel flog am Freitag von Spanien in den Oman. Zuvor hatte er sich noch einige Tage im Teamstützpunkt vorbereitet. „Nach Australien war es die richtige Entscheidung, noch einmal in Altea zu trainieren. Das Wetter war dort ungleich besser als in Deutschland, wo der Winter ja wieder Einzug hält. Meine Form ist gut und wird immer besser“, sagte er voller Optimismus.
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