Deutscher U23-Meister vor erster Profisaison

Nerz: "Jetzt beginnt das echte Radfahren"

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Nerz:

Dominik Nerz bei der WM in Mendrisio im U23-Straßenrennen

Foto: ROTH

05.10.2009  |  (rsn) – Neben dem Australier Luke Roberts steht der Deutsche U-23 Meister Dominik Nerz als bisher zweiter Neuzugang beim Team Milram fest. „Es gab zwar noch drei Alternativen, aber ich bin jetzt einfach nur überglücklich, dass es mit dem Wechsel zu Milram geklappt hat“, sagte der 20-Jährige im Gespräch mit Radsport News.

Dass er in der laufenden Saison für das Milram-Continental-Team fuhr, sieht Nerz nicht als entscheidenden Faktor für den Übergang vom Farm- zum ProTour-Team an. „Es waren mehr die guten Leistungen, aber auch die guten Verhandlungen, die zum Wechsel geführt haben“, so Nerz, der sich für seine erste Profisaison vor allem eines vorgenommen hat: „So viel wie möglich lernen und mich weiterentwickeln. In der kommenden Saison beginnt das echte Radfahren.“

Bei Milram hat Nerz am Rande der Straßen-WM in Mendrisio einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben, obwohl das Sponsoring derzeit nicht über 2010 hinaus gesichert ist. Dennoch ist der Kletterspezialist optimistisch, dass er seinen Vertrag erfüllen kann. „Das Team verfolgt ein super Konzept, was sich am Ende sicherlich bezahlt machen wird“, so der 20-Jährige.

Milram musste Nerz nach UCI-Statuten einen Zwei-Jahres-Vertrag geben, wie es für Neo-Profis üblich ist. Diese Regelung soll dafür sorgen, dass die Nachwuchsfahrer in ihrem ersten Profijahr vom Druck befreit sind, Ergebnisse einfahren zu müssen. Mit Milram ist vereinbart, dass der Kontrakt aufgelöst wird, sollte die Sponsorensuche erfolglos bleiben.

Deshalb hat der Gewinner der Rad-Bundesliga der Junioren von 2007 möglicherweise doch nur ein Jahr Zeit, sich zu empfehlen. „Sicherlich ist das ein Punkt, der eventuell zum Thema werden könnte. Ich hoffe jedoch, dass ich die vollen zwei Jahre auskosten kann“, so Nerz, der ergänzte: „Falls es aber bei diesem einen Jahr bleiben sollte, steht mir meine Karriere noch immer bevor und werde diese, egal in welcher Form, voran treiben.“

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