Entlassung wegen Vertrauensverlust

Rabobank: Von Dekkers Doping nichts gewusst

Foto zu dem Text "Rabobank: Von Dekkers Doping nichts gewusst"

Thomas Dekker bei der Tour de Suisse 2008

Foto: ROTH

02.10.2009  |  (rsn) – Das niederländische Rabobank-Team hat bestritten, von Thomas Dekkers Dopingpraktiken gewusst zu haben und dass dies der Grund für die Entlassung im Sommer 2008 gewesen sei. „Der Grund ist, dass beide Seiten das Vertrauen ineinander verloren hatten“, erklärte Teammanager Harold Knebel im niederländischen Fernsehsender NOS. Das Team habe erst im Sommer 2009 im Zuge des positiven Tests erfahren, dass Dekker, der seit 2005 im Rabobank-ProTour-Team fuhr, dopte.

Dekker hatte in dieser Woche nach monatelangem Leugnen Doping zugegeben. Wissenschaftler des Anti-Dopinglabors in Köln hatten einen Dopingtest Dekkers vom Dezember 2007 mit einem neuen Verfahren untersucht und dabei EPO-Spuren festgestellt. Erst nachdem die B-Probe das Ergebnis der A-Probe bestätigt hatte, war Dekker geständig.

Gegenüber der niederländischen Tageszeitung „De Telegraaf“ behauptete der 25-Jährige aber, nur einmal unerlaubte Mittel benutzt zu haben. Grund dafür sei eine hartnäckige Hüftverletzung gewesen. Dekker bestritt erneut Presseberichte über auffällige Blutwerte, die im Rahmen des Blutpass-Programms des Weltverbandes UCI festgestellt worden seien. „Das ist der größte Unsinn“, lautete sein Kommentar dazu.

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