Zwei Millionen für neues Programm

UCI verschärft den Kampf gegen Doping

31.01.2007  |  (Ra) - Der internationale Radsportverband UCI hat neue Maßnahmen zur Doping-Bekämpfung beschlossen. Rechtzeitig zum ersten ProTour-Rennen Paris-Nizza im März wird ein neues, gut zwei Millionen teures Programm gestartet, das von UCI PräsidentPat McQuaid bereits in der letzten Woche intern vorgestellt wurde.

,,Wir haben unser neues Anti-Doping Programm in allen Meetings präsentiert“, bezog sich der Ire auf seine Treffen mit dem Rat der Profi-Mannschaften, den ProTour Teams, den ProTour Organisatoren, dem UCI Management Komitee und dem UEC (Europäische Radsport-Union)-Kongress, die allesamt vergangene Woche stattfanden.

Details wollte McQuaid aber noch nicht preisgeben. ,,Wir müssen erst alles erfolgreich abschließen. Bis jetzt kamen unsere Ideen aber sehr gut an. Es wird das am weitesten fortgeschrittene Anti-Doping Programm aller Sportarten sein“, zeigte sich der UCI-Präsident fast schon euphorisch.

McQuaid hofft, schon in wenigen Wochen das Programm offiziell bekanntgeben zu können. Erste Gerüchte machen aber schon die Runde. So sollen sowohl die von T-Mobile eingeführten Blutvolumentests als auch auf Wachstumshormon-Kontrollen Bestandteil des Programms sein.

Wie die Gazzetta dello Sport in ihrer gestrigen Ausgabe berichtete, sollen zudem die Anzahl der Tests außerhalb der Wettkämpfe erhöht werden, so dass Fahrer pro Saison zu bis zu vier Kontrollen pro Jahr verpflichtet sind. Außerdem sollen vor ProTour-Rennen weitere Tests durchgeführt werden.

Die Tests nach den Wettkämpfen sollen so fortgeführt werden wie bisher. Dafür sollen die Fahrer aber im Zeitraum zwischen Überquerung der Ziellinie und Abgabe der Urin-Probe genauer beobachtet werden, um Mauscheleien zu verhindern.

McQuaids Ankündigung ist auch bei dessen Dauerrivalen, dem WADA-Chef Dick Pound auf positive Resonanz gestoßen. Das Verhältnis der beiden scheint sich verbessert zu haben. ,,Ich habe mich letzte Woche auch mit Dick Pound getroffen“, so McQuaid. ,,Er versteht jetzt unsere Position, dass wir keine andere Wahl haben, als die eventuell in die Operacion Puerto verstrickten Fahrer starten zu lassen. Wir müssen uns da an das Gesetz halten: Leute sind so lange unschuldig, bis man ihre Schuld bewiesen hat. Pound ist aber auch schon gespannt, was unsere neuen Maßnahmen sein werden. Hoffentlich wird er diese auch öffentlich unterstützen.“

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