Spaniens Radsportchef beklagt Doping

Sanchez: Wir sind vom rechten Weg abgekommen

Von Matthias Seng

29.06.2006  |  Fugencio Sanchez, der Vorsitzende des Spanischen Radsportverbandes, hat die Polizeiaktion gegen das mutmaßliche Dopingnetzwerk um die Ärzte Fuentes und Merino begrüßt und Versäumnisse seines Landes im Kampf gegen das Doping eingestanden. Sanchez sagte der Nachrichtenagentur Associated Press, dass er die im Zuge der Operación Puerto festgenommenen Personen schon seit Jahren im Verdacht gehabt hätte, systematisches Doping zu betreiben. Der spanische Sport befinde sich derzeit in einer seiner schwersten Krisen.

Sanchez betonte aber, dass die Polizeiaktion notwendig gewesen wäre. „Wir in Spanien sind im Anti-Doping-Kampf vom rechten Weg abgekommen“, zeigte er sich selbstkritisch. „Wir hatten die Pflicht, die Betrüger zu verfolgen.“ Ihn hätten erste Zweifel bereits während der Tour 1998 befallen, als der Festina-Skandal beinahe zu einem Abbruch des Rennens geführt hätte. Die Zweifel seien größer geworden, als Roberto Heras im vergangenen Jahr bei der Vuelta positiv auf EPO getestet worden war.

"Ich kenne all diese Leute”, so Sanchez weiter in Anspielung auf die Hauptverdächtigen des Skandals. „Sie waren ihr ganzes Leben lang Teil des spanischen Radsports und haben dort Karriere gemacht. Ich war immer misstrauisch.“ Jetzt ist sein Misstrauen auf dramatische Weise bestätigt worden.

Quelle: cyclingnews.com

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