Starker Zweiter der 3. Etappe der Deutschland Tour

Kanter: “Ich habe gehofft, dass ich an Milan vorbeifahren kann“

Von Joachim Logisch aus Villingen-Schwenningen

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Max Kanter (Astana Qazaqstan) sprintete auf den zweiten Platz. | Foto: Cor Vos

25.08.2024  |  (rsn) - Der Cottbuser Max Kanter (Astana Quazagstan) hielt im Sprint Royal den Rempeleien von Niklas Märkl (dsm – firmenich) stand und durfte am Ende der 3. Ertappe der Deutschland Tour von Schwäbisch Gmünd nach Villingen-Schwenningen einen starken zweiten Platz hinter Seriengewinner Jonathan Milan (Lidl -Trek) feiern.

Im Sprint Royal hatte Märkl mehrmals versucht, den Deutschen mit der Schulter aus Milans Windschatten zu drücken. "Wir wussten beide, dass Jonathan das beste Hinterrad ist. Natürlich gibt es dann Positionskämpfe. Es war einfach wichtig, dass ich meine Position verteidige“, meinte Kanter, der allen Attacken standhielt, im Gespräch mit radsport-news.com.

Trotzdem hatte sich der 26-Jährige, der in Schweinfurt bereits Dritter geworden war, etwas mehr als Platz zwei erhofft. "Meine Ausbeute ist schon gut für uns. Trotzdem wünsche ich mir natürlich, eine Etappe zu gewinnen“, meinte der Sprinter im Ziel, um allerdings sogleich einzuräumen: "Es ist aber falsch, mit meiner Ausbeute nicht zufrieden zu sein."

Immerhin konnte er in Villingen-Schwenningen Jordi Meeus (Red Bull – Bora – hansgrohe) hinter sich lassen, der im letzten Jahr die prestigeträchtige Schluss-Etappe der Tour de France in Paris gewann. Kanter wurde bislang von Sprintern geschlagen, die zu den besten der Welt gehören, wobei Milan mit zehn Tageserfolgen, darunter drei beim Giro und nun auch drei bei der Deutschland Tour, momentan wohl die klare Nummer eins im Rennen ist, während Ex-Weltmeister Mads Pedersen, der gestrige Gewinner in Schwäbisch Gmünd, aktuell Platz acht in der Weltrangliste einnimmt.

Dagegen wartet Kanter trotz guter Ergebnisse noch auf seinen ersten WorldTour-Sieg. Vielleicht gelingt er ihm zum Abschluss der Deutschland Tour in Saarbrücken? "Wir schauen mal, wie sich die Etappe entwickelt. Man muss immer sehen, was die anderen Teams planen, wir werden aber natürlich auf den Sprint zu fahren. Dann schauen wir mal“, hat er die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

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