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04.07.2022 | (rsn) - Die deutschen Kontinental-Fahrer haben auf der Königsetappe der Sibiu Tour (2.1) eine mehr als ansprechende Leistung gezeigt. Beim Sieg des Italieners Giovanni Aleotti (Bora - hansgrohe) belegte Immanuel Stark (P&S Benotti) an der Bergankunft am Balea Lac mit nur 29 Sekunden Rückstand den achten Platz und verbesserte sich in der Gesamtwertung auf Rang neun.
"Eine herausragende Leistung von Immanuel, absoluter Wahnsinn. Er hat sich hier richtig gut präsentiert", freute sich der Sportliche Leiter von Stark, Robert Jägeler, im Gespräch mit radsport-news.com.
Entsprechend positiv gestimmt ist man im Lager von P&S Benotti vor dem morgigen Bergzeitfahren. "Die Leistung von heute lässt für morgen früh auf viel hoffen", so Jägeler.
Positiv in Erscheinung bei P&S Benotti trat auch Eric Lutter, der den gesamten Tag in der Ausreißergruppe fuhr und sich am Ende mit der Führung in der Kombinationswertung belohnte. "Er hat sich richtig gut präsentiert. Aber auch die anderen Jungs haben einen richtig guten Job gemacht, gerade als es darum ging, Immanuel für den Schlussanstieg zu positionieren", so Jägeler, der schloss: "Wir sind richtig froh, hier so wettbewerbsfähig zu sein."
Eric Lutter im Trikot des Führenden der Kombinationswertung. Foto: P&S Benotti
Saris Rouvy Sauerland: Adamietz auf Top-Ten-Kurs
Nur zehn Sekunden und drei Plätze hinter Stark überquerte Johannes Adamietz (Saris Rouvy Sauerland) nach einer starken Leistung den 22 Kilometer langen und im Schnitt sechs Prozent steilen Schlussanstieg hinauf den Zielstrich. Der Ulmer verbesserte sich dadurch auf Rang zehn in der Gesamtwertung.
"Es lief für mich richtig gut. Ich habe mich ein bisschen geärgert, dass ich an der Gruppe vor mir nicht dranbleiben konnte. Das hätte mit einem bisschen mehr Biss vielleicht noch klappen können", sagte Adamietz zu radsport-news.com und kündigte an: "Morgen im Bergzeitfahren versuche ich, meinen zehnten Platz zu verteidigen. Es wird ein schweres Ding, aber vielleicht kann ich mich ja auch noch etwas verbessern. Denn ich denke, dass ich im Bergzeitfahren noch etwas besser bin als an einer Bergankunft."
Ein Extra-Lob vergab Adamietz an seinen einzigen Helfer Ewan Meckie. "Er hat bei der Hitze einen Klasse-Job gemacht. Wir mussten viel trinken, er hat mir viele Flaschen geholt. Das war top", so der Kletterer.
Johannes Adamietz (Saris Rouvy Sauerland). Foto: Cor Vos
Maloja Pushbikers: Bei Kletterer Evans geht es in die richtige Richtung
Bei den Maloja Pushbikers rehabilitierte sich Alexander Evans nach einem enttäuschenden Vortag, wo er auf einer Abfahrt ins Hintertreffen geraten und noch durch einen Sturz aufgehalten wurde. Die Gesamtwertung war damit zwar passé, aber der Australier konnte zumindest ein gutes Tagesergebnis erzielen. Auf Rang 18 hatte Evans 1:21 Minuten Rückstand auf Etappensieger Aleotti.
"Es lief heute schon deutlich besser als gestern. Die Jungs haben gut gearbeitet und auch wenn die Top Ten das Ziel waren, so sind wir mit der Platzierung von Alex zufrieden", fasste Rupert Hödlmoser, der Sportliche Leiter der Pushbikers das Rennen aus Teamsicht zusammen.
Evans konnte bis fünf Kilometer vor dem Ziel, als es zur ersten härteren Attacke bergauf kam, vorne mithalten. "Alex hat gesehen, dass er da vorne mitfahren kann. Das war ein guter Schritt in die richtige Richtung", hob Hödlmoser den positiven Aspekt des Tages hervor
Bike Aid: Sprung in die Gruppe verpasst, Lino kämpfte sich zurück
Bei der saarländischen Mannschaft war wie am Vortag Julian Lino bester Mann. Der Franzose kam als 25. ins Ziel und wies einen Rückstand von 2:54 Minuten auf, auf Platz 29 folgte sein niederländischer Teamkollege Adne van Engelen. Lino ist auch in der Gesamtwertung auf Platz 24 bester Bike Aid-Akteur.
"Auch heute haben wir wieder versucht, einen Fahrer in die Gruppe zu bekommen, aber auch dieses Mal hat es leider nicht funktioniert. So haben wir auf den Schlussanstieg gewartet und versucht, so viel Kraft wie möglich zu sparen", berichtete Anton Wiersma, der Sportliche Leiter des Teams, gegenüber radsport-news.com.
Im Schlussanstieg fiel Lino zunächst zurück, fand dann aber seinen Rhythmus und machte Platz um Platz gut, am Ende reichte es zu Rang 25. "Dadurch konnte er auch seinen zeitlichen Rückstand minimieren", meinte Wiersma, der anfügte. "Zwei Fahrer in den Top 31 zu haben ist nicht das, was wir uns erhofft haben."
Am Dienstag, im Bergzeitfahren erhofft sich der Niederländer aber nochmals gute Leistungen seiner Schützlinge. "Das Bergzeitfahren sollte unseren Fahrern liegen, auch wenn es gegen World-Teams mit Weltklasse-Material geht, wollen wir ein gutes Ergebnis erzielen", kündigte er an.
Während Lukas Meiler (Vorarlberg) einen guten Tag erwischte und seine Führung in der Bergwertung verteidigen konnte, kam der starke Kletterer Jonas Rapp (Hrinkow Advarics Cycleang) diesmal nur im Grupetto mit 26 Minuten Rückstand ins Ziel.
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