Hatz-Tagebuch von der Tour de Taiwan

Mit dem Top-Ten-Resultat bleibt uns die Hühnerkralle erspart

Von Christopher Hatz

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Die Hühnerkralle bleibt Christopher Hatz und seinen Teamkollegen nun erspart | Foto: Hatz

19.03.2019  |  (rsn) - Heute ging der Spaß in die nächste Runde, die Szenen beim Frühstück blieben die gleichen. Dafür hatten wir diesmal aber mehr Zeit nach dem Frühstück, denn der Start war zum Glück direkt in der Nähe des Hotels. Die Strecke führte über die sogenannte „Taiwan Romantic Route“. Wir ließen die großen Städte hinter uns und fuhren ins Landesinnere. Bei 32 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit hat die Etappe für mich allerdings nur wenig Romantik versprüht.

Ich hatte größte Mühe, ausreichend zu trinken und nicht auf meinem eigenen Schweiß auszurutschen. Wer mich kennt weiß, dass ich nicht der größte Fan von hohen Temperaturen bin. Deshalb war ich auch froh, dass Florenz Knauer den Sprung in die Gruppe des Tages schaffte. Unser Erstjähriger Alex Tarlton ist heute ein richtig starkes Rennen gefahren. Am Berg hat er sich keine Blöße gegeben und sah dort deutlich entspannter aus als ich - vermutlich lag das auch an den 20kg Gewichtsunterschied.

Im Zielsprint sprang nach langen Stunden des Leidens ein Top-10-Ergebnis für mich heraus. Damit konnten wir heute richtig zufrieden sein und wir Fahrer konnten erst einmal die Niederlage in der Wette von der 1. Etappe abwenden: Unser Sportlicher Leiter Arne sowie Markus wetteten mit uns um den Verzehr einer gekochten Hühnerkralle, die sie am ersten Tag in einem Restaurant gekauft haben. Schafft kein Fahrer ein Top-10-Ergebnis müssen wir die Kralle verzehren, schaffen wir womöglich einen Etappensieg, dürfen unsere Betreuer in den Genuss kommen.

Somit haben wir diese fragwürdige Erfahrung vorerst abgewendet. Ob wir hier noch um einen Etappensieg fahren können, werden wir sehen. Bis dahin hoffe ich auf einen deutlichen Temperatursturz.

Beste Grüße,
Christopher

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