Eneco Tour: BMC-Kapitän wollte gewinnen

Phinney enttäuscht vom sechsten Platz im Zeitfahren von Sittard

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Taylor Phinney (BMC) im Zeitfahren der Eneco Tour | Foto: ROTH

17.08.2013  |  (rsn) – Taylor Phinney (BMC) hatte als einer der großen Favoriten am Freitag das Einzelzeitfahren der Eneco Tour in Angriff genommen. Doch auf dem 13,2 Kilometer langen Kurs in Sittard-Geleen lief es nicht nach Wunsch für den Zweiten der Zeitfahrweltmeisterschaften von 2012. Phinney wurde mit elf Sekunden Rückstand auf den Etappengewinner Sylvain Chavanel (Omega Pharma-Quick-Step) nur Sechster.

„Sicherlich bin ich etwas enttäuscht“, kommentierte der US-Amerikaner seinen Auftritt. „Ich wollte dieses Zeitfahren gewinnen. Stattdessen Sechster oder Siebter zu werden ist nicht sonderlich zufrieden stellend. Aber das ist Sport.“

Dabei hätte der technische Kurs Phinneys Fähigkeiten entgegenkommen müssen. „Vielleicht hätte ich etwas schneller starten können. Ich war etwas überrascht, dass ich schlussendlich doch so viel Zeit verlor, weil ich mich eigentlich gut fühlte“, hatte Phinney keine wirkliche Erklärung für das Ergebnis.

„Aber angesichts des schweren Stures, den ich vor ein paar Tagen hatte, lief es doch ziemlich gut – und dass ich das jetzt als Ausrede nehmen möchte“, so der 23-Jährige, der am Mittwoch auf der 3. Etappe bei einem Sturz mit dem Kopf auf dem Asphalt prallte und sich auch noch Schürfwunden zuzog.

Vor den beiden entscheidenden Etappen der 9. Eneco Tour hat Phinney im Gesamtklassement aber noch alle Chancen, denn er verbesserte sich auf Rang vier, nur sechs Sekunden hinter Titelverteidiger Lars Boom (Belkin), der im Zeitfahren sein Führungstrikot verteidigte. „Es folgen nun noch zwei harte Etappen. Die von morgen ist dabei etwas härter als die vom Sonntag, die für mich viel verspricht“, schaute Phinney schon auf die Schlussetappe mit dem Finale an der Mauer von Geraardsbergen.

Auf der heutigen Ardennenetappe wird BMC für Weltmeister Philippe Gilbert fahren, der den Etappensieg anpeilt. Und auch im Gesamtklassement liegt der Belgier aussichtsreich, denn als Sechster trennen ihn nur 18 Sekunden von Boom.

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