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29.03.2013 | (rsn) - Am Ostersonntag steht mit der Flandern-Rundfahrt der zweite große Klassiker des Jahres auf dem Programm. Die Ronde ist mit 256 Kilometern und ihren 17 Hellingen eines der schwersten Eintagesrennen. Folgerichtig zählen auch nur ausgesprochene Klassikerspezialisten zum Favoritenkreis. Einen Überraschungssieger wird es wohl nicht geben. Radsport News stellt die Sieganwärter vor.
Fabian Cancellara (Radioshack-Leopard / Schweiz / 32 Jahre)
Form: Cancellaras letzte Wochen glichen einem Auf und Ab. Vor Mailand-San Remo war nur wenig vom Berner zu sehen, doch bei der Primavera fuhr er auf Rang drei, wenige Tage später ließ er beim E3 Prijs in Belgien mit einer Gala-Vorstellung seinen ersten Saisonsieg folgen. „Dieser Sieg hat mir und dem Team viel Selbstvertrauen gegeben“, erklärte Cancellara nach dem Rennen. Doch nur zwei Tage später lief bei Gent-Wevelgem dann gar nichts zusammen, der 32-Jährige steig in der Verpflegungszone aus. „Ich hatte einen schwarzen Tag. Ich habe in der Kälte sehr gelitten“, so Cancellara, der unter der Woche in die Schweiz zurückkehrte und dort trainierte, um für die Flandern-Rundfahrt in Top-Form zu sein. „Ich habe meine Hausaufgaben gemacht. Mit weniger als dem Sieg gebe ich mich nicht zufrieden“, kündigte der vierfache Zeitfahrwelmeister selbstbewusst an.
Erfahrung: Bereits vor zehn Jahren gab Cancellara sein Debüt bei der Flandern-Rundfahrt, die er damals auf Rang 73 abschloss. Bis zur ersten Spitzenplatzierungen dauerte es dann noch bis zur vierten Teilnahme, als er 2006 Rang sechs belegte. In den darauffolgenden Jahren war der Berner allerdings wieder weit weg vom Podium, 2009 musste er das Rennen sogar vorzeitig beenden. Dafür durfte sich Cancellara vor drei Jahren umso mehr freuen, als er im siebten Anlauf seinen ersten Sieg bei der Ronde einfuhr. Einen zweiten Sieg verpasste er im Jahr darauf als Dritter nur knapp, 2012 stürzte Cancellara und brach sich dabei das Schlüsselbeinbruch.
Team: Cancellara und seine Helfergarde können auf jede Menge Erfahrung in Flandern bauen - allen voran der Belgier Stijn Devolder, der die Ronde 2008 und 2009 gewinnen konnte. Auch Danilo Hondo hat immer wieder gezeigt, dass ihm dieses Rennen liegen, etwa mit Rang neun im Jahr 2010. Neben Hondo und dem noch nicht überzeugenden Devolder sollen im Finale auch der Franzose Tony Gallopin - im Vorjahr auf Platz 24 der Flandern-Rundfahrt - sowie der Schweizer Gregory Rast - 2012 sogar Elfter - im Finale noch an der Seite von Cancellara sein. Zu Beginn des Rennens wird man den Ukrainer Yaroslav Popovych, am vergangenen Sonntag Neunter bei Gent-Wevelgem, den Spanier Markel Irizar sowie den Neuseeländer Hayden Roulston in Aktion sehen.
Wünsche: Eines wird sich Cancellara für Sonntag sicherlich nicht wünschen: gemeinsam mit Peter Sagan in Oudenaarde anzukommen. Der RadioShack-Kapitän kann zwar auch nach 256 Kilometern noch ordentlich sprinten, gegen den Slowakischen Meister dürfte Cancellara allerdings keine Chance haben. So wird der Allrounder versuchen, wie beim E3 Prijs seine Rivalen vorzeitig abzuschütteln und einen Solo-Sieg einzufahren. „Ich habe die Waffen, um Sagen zu schlagen“, zeigte sich Cancellara auch zuversichtlich, gegen den Top-Favoriten zu bestehen.
Risikofaktoren: Cancellara muss schon einen ganz besonders guten Tag erwischen, um vor allem Sagan abhängen zu können. Je größer die Gruppe, die gemeinsam in Oudenaarde ankommt, desto geringer sind die Chancen auf einen zweiten Sieg. Ein langsames Rennen wäre überhaupt nicht nach Cancellaras Geschmack.
Prognose: Solle nicht Außergewöhnliches passieren, wird Fabian Cancellara in Oudenaarde auf dem Podium landen. Ob er Sagan in die Schranken weisen kann, muss die Tagesform entscheiden. Für den Schweizer spricht seine immense seine Erfahrung, für den Slowaken seine bisher bereits sieben Siege in diesem Jahr.
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