Vorschau WM-Straßenrennen der Frauen

Gelingt Judith Arndt der große Coup?

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Judith Arndt

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27.09.2008  |  (rsn) – Holt Judith Arndt in Varese ihren zweiten WM-Titel nach 2004 und die zweite Goldmedaille für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR)? Die 32-jährige Leipzigerin, die im Zeitfahren die Bronzemedaille holte, geht am Samstag als eine der großen Favoritinnen ins 138,8km lange Straßenrennen. Die Weltcupgewinnerin blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück und bewies zuletzt mit dem Sieg im Nürnberger Altstadtrennen und dem Triumph bei der Toskana-Rundfahrt, dass ihre Form auch spät im Jahr noch stimmt.

Der schwere WM-Kurs müsste der ausgewiesenen Allrounderin zugute kommen. Auf dem 17,3-Kilometer langen und acht Mal zu bewältigenden Parcours wartet gleich zu Beginn ein 1.200 Meter langer Anstieg mit durchschnittlich 6,5 Prozent Steigung auf die 138 Fahrerinnen. In der zweiten Hälfte des Rennens sorgt dann ein 3,1 Kilometer langer Anstieg mit durchschnittlich 4,5 Prozent Steigung (max. elf Prozent) für die nächste Selektion. Hier werden im Finale wahrscheinlich die entscheidenden Attacken gesetzt werden, denn vom höchsten Punkt sind es nur noch rund vier Kilometer ins Ziel.

Unterstützt wird Arndt von einem starken deutschen Team mit Trixi Worrack an der Spitze. Die Cottbuserin, die die Toskana-Rundfahrt als Zweite hinter Arndt beendete, ist zugleich die zweite Option der BDR-Auswahl, in der die WM-Zeitfahrneunte Charlotte Becker die erkältete Ina Teutenberg ersetzt. Trotz Knieproblemen wird die deutsche Straßen-Meisterin Luise Keller zum Einsatz kommen.

Schärfste Konkurrentinnen für Arndt&Co. sind die Italierinnen. In Abwesenheit der Titelverteidigerin Marta Bastianelli, die nach positiven Dopingtests mit einer zweijährigen Sperre rechnen muss, führen die letztjährige WM-Dritte Giorgia Bronzini, Lokalmatadorin Noemi Cantele und Tatiana Guderzo die italienische Auswahl an. Zum Kreis der Favoritinnen zählen auch die niederländische Weltmeisterin von 2006, Marianne Vos, die kleine US-Amerikanerin Amber Neben, die im Zeitfahren die Goldmedaille gewann, die Schwedin Susanne Ljungskog, die britische Olympiasiegerin Nicole Cook und die erfahrene Litauerin Edita Pucinskaite. Das Schweizer Team setzt auf Karin Thürig, das drei Fahrerinnen starke österreichische Aufgebot wird von Christiane Soeder angeführt, der Silbermedaillengewinnerin im Zeitfahren.

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