CSC gewinnt Teamwertung

Evans: Ohne einen Sieg zum ProTour-Triumph

22.10.2007  |  (Ra) – Nach dem Ausschluss von Danilo Di Luca (Liquigas) und der krankheitsbedingten Absage von Vorjahressieger Alejandro Valverde (Caisse d’Epargne) stand Cadel Evans (Predictor-Lotto) bereits vor der Lombardei-Rundfahrt als Gesamtsieger der ProTour-Wertung 2007 fest. Mit seinem sechsten Platz beim italienischen Herbstklassiker bewies der Australier, dass er der konstanteste Fahrer des Jahres war und deshalb auch zu Recht das Weiße Trikot des ProTour-Gewinners 2007 überstreifen darf.

Dabei gelang dem 30-jährigen Rundfahrtspezialisten das Kunststück, ohne einen einzigen Saisonsieg die UCI-Rennserie für sich zu entscheiden. Seine größten Erfolge feierte der ehemalige Mountainbiker bei der Tour de France, die er hinter Alberto Contador (Discovery Channel) auf Platz zwei beendete, sowie bei der Dauphiné Libéré, wo er hinter Christophe Moreau (Ag2r) ebenfalls Platz zwei belegte. Bei der Vuelta sprang ebenso wie bei der Tour de Romandie Platz vier der Gesamtwertung für den ehemaligen T-Mobile-Fahrer heraus.

Durch Platz fünf in der Lombardei verdrängte Gerolsteiner-Kapitän Davide Rebellin den Toursieger Contador noch vom zweiten Platz der ProTour-Einzelwertung. Vorjahressieger Valverde folgt auf Platz vier. Lombardei-Gewinner Damiano Cunego (Lampre) machte einen Sprung vom 15. auf den siebten Platz. Als bester T-Mobile-Fahrer folgt der Luxemburger Kim Kirchen als Achter. Bester deutscher Fahrer ist der WM-Dritte Stefan Schumacher (Gerolsteiner) auf Rang 25, unmittelbar gefolgt von Deutschland Tour-Sieger Jens Voigt (CSC) und Milram-Sprinter Erik Zabel.

In der Nationenwertung konnten sich die Spanier vor den Italienern durchsetzen, profitierten dabei allerdings entscheidend von Di Lucas Disqualifikation. Auf Platz drei folgen die starken Australier, die ebenso wie Russland (4.) und das kleine Luexemburg (5.) die Deutschen (6.) sowie die klassischen Radsportnationen Niederlande (7.), Belgien (8.) und Frankreich (10.) hinter sich ließen. Vor die Franzosen schoben sich sogar noch die US-Amerikaner.

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