RSN Rangliste, Platz 30: Georg Zimmermann

Ein Jahr voller Highlights führte in die WorldTour

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Ein Jahr voller Highlights führte in die WorldTour"
Georg Zimmermann fuhr schon Ende 2019 einige Rennen als Stagiaire für CCC. | Foto: Cor Vos

13.12.2019  |  (rsn) – Für die Saison 2019 hatte sich Georg Zimmermann (Tirol KTM) ein großes Ziel gesetzt: sich einen Profivertrag für das kommende Jahr zu sichern. Und es klappte. Ab 2020 wird der 22-Jährige im Trikot der WorldTour-Mannschaft CCC in die Pedale treten. "Somit bin ich voll und ganz zufrieden mit meiner Saison", sagte Zimmermann zu radsport-news.com.

Den Profivertrag verdiente sich der Allrounder mit einer ganzen Reihe von Spitzenergebnissen. So gewann er in Italien die Trofeo Piva (1.2u) und die Coppa della Pace (1.2u). Dazu wurde er Dritter der Istrian Spring Trophy (2.2), fuhr auf zwei Etappen des U23-Giros (2.2u) aufs Podium und wurde Fünfter bei der schweren Straßen-DM auf dem Sachsenring. Abgerundet wurde Zimmermanns Sahnejahr durch den Sieg in der Bergwertung der Österreich-Rundfahrt und den fünften Gesamtrang bei der Toru de l`Avenir (2.Ncup), der wichtigsten U23-Rundfahrt im Kalender.

"Highlights hatte ich viele, aber eines sticht für mich persönlich besonders heraus: 2018 habe ich den Sieg bei der Trofeo Piva durch einen taktischen Fehler verschenkt. Normalerweise kann ich mit Misserfolg gut umgehen, aber nach diesem Rennen war ich wirklich enttäuscht. Es war überwältigend als ich dieses Jahr alles richtig machte und das Rennen gewann", berichtete Zimmermann vom schönsten Saisonmoment auf dem Rad.

Positiv in Erinnerung blieb auch die Tour de l`Avenir, wo er als Fünfter besser abschnitt als alle Landsmänner in den letzten Jahren zuvor, darunter auch der Tour-Vierte Emanuel Buchmann. "Bei der Tour de l`Avenir habe ich mir bewiesen, dass ich auch im absoluten Hochgebirge ganz vorne mitfahren kann", meinte Zimmernann. Seine Kletterfähigkeiten stellte der Tirol-Fahrer aber auch bei der Österreich-Rundfahrt unter Beweis. "Mit dem Sieg in der Bergwertung der Österreich Rundfahrt konnte ich meinem Tirol KTM-Team viel Aufmerksamkeit bescheren und mich damit für die optimale Förderung in den letzten zwei Jahren bedanken", meinte der Allrounder.

Auch auf nationaler Ebene hielt Zimmermann mit den Besten mit. Bei der Profi-DM auf dem Sachsenring musste er sich am Ende nur dem Bora-Trio Max Schachmann, Marcus Burghardt und Andreas Schillinger sowie Nils Politt (Katusha – Alpecin) geschlagen geben und ließ viele nationale Stars hinter sich. "Mein fünfter Platz bei der DM wird mir auch noch lange in Erinnerung bleiben. Hier habe ich gemerkt, dass ich an einem guten Tag zu den besten deutschen Radfahrern gehöre", so Zimmermann nicht ohne Stolz.

In einer starken Saison gab es eigentlich nur eine kleine Enttäuschung: die Straßen-WM von Yorkshire, die Zimmermann bis ins Finale hinein mitbestimmte, bevor er sich aber am Ende mit Rang zwölf begnügen musste. "Bei der U23 Weltmeisterschaft fühlte ich mich bis vier Kilometer vor dem Ziel sehr stark. Ich hatte wirklich das Gefühl, Weltmeister werden zu können. Doch am letzten Berg konnte ich meinen Kontrahenten einfach nicht folgen und kam mit der zweiten Gruppe ins Ziel", meinte er.

Auch wenn sein Profivertrag bei CCC offiziell erst ab dem 1. Januar 2020 gültig ist, so konnte Zimmermann als Stagiaire im Herbst schon Rennen für seinen künftigen Arbeitgeber bestreiten und war bei der Kroatien-Rundfahrt zwischenzeitlich bester U23-Fahrer im Peloton. "Es war das erste Mal, dass ich im Dienst meines neuen Teams CCC auf das Podium gebeten wurde. Ich hoffe, dass ich das im organgenen Trikot noch öfter tun darf", so Zimmermann, der sich in seiner neuen sportlichen Umgebung "sehr wohl" fühlt: "Ich möchte gleich in meinem ersten Profijahr zeigen, dass es die richtige Entscheidung war, mich zu verpflichten", so Zimmermanns Zielsetzung für 2020.

Mehr Informationen zu diesem Thema

31.12.2019Ackermann: “Ich freue mich riesig über diese Ehrung!“

(rsn) - Pascal Ackermann fand zwischen den Jahren nicht viel Zeit zum Entspannen. "Ich muss heute Nachmittag noch nach München, meine Sachen packen. Morgen fliege ich nach Mallorca ins Trainingslager

31.12.2019Noch nicht am Limit angekommen

(rsn) – Mit 400 Punkten war Pascal Ackermann (Bora – hansgrohe) bereits der Sieger der Jahresrangliste 2018. In der zurückliegenden Saison sammelte der Landauer insgesamt sogar 566 Punkte, was d

31.12.2019Die Radsport-News-Jahresrangliste 2019 im Überblick

(rsn) – Auch in diesem Jahr hat Radsport News wieder den besten Fahrer des deutschsprachigen Raumes ermittelt. In unserer Jahresrangliste 2019 finden Sie die Platzierungen und Punkte aller Deutschen

30.12.2019Bei der Tour in die Weltspitze der Rundfahrer gestürmt

(rsn) - In den vergangenen Jahren galt Deutschland als Land der Sprinter, Zeitfahrer und Klassikerjäger. Doch spätestens seit 2019 ist klar, dass es hierzulande auch einen Rundfahrer von internatio

29.12.2019Ein halbes Dutzend Siege und viele weitere Highlights

rsn) – Die Liste derjenigen Fahrer, die nach ihrem Weggang von Deceuninck - Quick-Step nicht mehr an ihre beim belgischen Team gezeigten Leistungen anknüpfen konnten, ist lang. Maximilian Schachma

28.12.2019Im Frühjahr so richtig aufgedreht

(rsn) – Während für den Großzahl der Fahrer von Katusha – Alpecin die Saison 2019 enttäuschend verlief, trifft für Nils Politt genau das Gegenteil zu. Der zwei Meter lange Hürther kann auf

27.12.2019Im Schneeregen in die Weltelite gefahren

(rsn) - 2019 war das Jahr des großen Durchbruchs in der Karriere von Felix Großschartner. Ab seinem ersten Saisonrennen an unterstrich er, dass der 26-Jährige sich mittlerweile zu den besten Rundfa

26.12.2019Nach dem Teamwechsel schnell in die Erfolgsspur gefunden

(rsn) – Nach sechs Jahren bei BMC wechselte Stefan Küng im vergangenen Winter nach Frankreich zu Groupama – FDJ und zeigte dort eine sehr ansprechende Saison, die von seiner Bronzemedaille im WM

25.12.2019Mit dem ersten Profisieg ins rot-weiß-rote Trikot

(rsn) - Wenn auch das Jahreshighlight aufgrund zweier Stürze bei der Tour de France nicht das Ergebnis brachte, das sich Patrick Konrad (Bora – hansgrohe) erhofft hatte, so konnte der 28-Jährige t

24.12.2019In der zweiten Saisonhälfte den Anschluss an die Besten verloren

(rsn) – Nachdem er sich 2018 erfolgreich auf die Ardennenklassiker konzentriert und Lüttich–Bastogne–Lüttich gewonnen hatte, nahm Bob Jungels (Deceuninck - Quick-Step) in diesem Jahr einen Ku

24.12.2019Keine Spitzensaison, aber auch kein Totalausfall

(rsn) – Wie schon 2018 startete John Degenkolb (Trek – Segafredo) mit einem frühen Erfolgserlebnis verheißungsvoll in die Saison. Doch dem Etappensieg bei der Tour de la Provence (2.1) Mitte Fe

23.12.2019Die eigenen Erwartungen noch übertroffen

(rsn) – In einer über weite Strecken enttäuschend verlaufenen Saison des Subweb-Teams war Neoprofi Marc Hirschi eine der positiven Erscheinungen. Der erst 21-jährige Schweizer fuhr zwölf Top-Te

Weitere Radsportnachrichten

08.01.2026Iserbyt muss seine Karriere beenden

(rsn) – In einem emotionalen Video auf Instagram hat Eli Iserbyt (Pauwels Sauzen – Altez) das Ende seiner Karriere erklärt. Seit Februar 2025 hat er ehemalige Weltranglistenerste kein Rennen mehr

08.01.2026Verschneite Querfeldein-Titelkämpfe in Bensheim

(rsn) – Am kommenden Wochenende werden im südhessischen Bensheim die Deutschen Meisterschaften im Cross ausgetragen. Wie schon 2018 finden die Titelkämpfe rund um den Bikepark am Berliner Ring im

08.01.2026Soudal - Quick-Step bindet auch Magnier langfristig

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

08.01.2026Soudal bleibt Titelsponsor bis 2030, Dumoulin wird Renndirektor

(rsn) - Ex-Profi Tom Dumoulin wird neuer Renndirektor des Amstel Gold Race. Der 35-jährige Niederländer übernimmt den Job von Leo van Vliet, allerdings erst zur Austragung 2027. Es wird die 61. sei

08.01.2026Titelverteidiger Plapp fährt hinterher: Vine ist neue Zeitfahrmeister Australiens

(rsn) – Jay Vine (UAE – Emirates – XRG) hat sich zum zweiten Mal nach 2023 zum australischen Zeitfahrmeister gekrönt. Der 30-Jährige fuhr in Perth, wo auch die Straßenrennen ausgetragen

08.01.2026Als ProTeam: Tudor legt den Fokus auf die Grand Tours

(rsn) – Der Schweizer Rennstall Tudor Pro Cycling hat am Mittwoch im spanischen Moraira etwas östlich von Calpe an der Costa Blanca seinen Medientag vor der Saison 2026 abgehalten. Und Miteigentüm

08.01.2026Nach starker Saison startet erneut die Jagd auf den “Heiligen Gral“

(rsn) – Sechs Neuverpflichtungen nahm FDJ - Suez für das Jahr 2025 unter Vertrag und krempelte das Team damit maßgeblich um. Vom siebten Platz 2024 arbeitete sich die französische Mannschaft zum

07.01.2026Simon Yates beendet Karriere

(rsn) – Der amtierende Giro-Sieger Simon Yates hat am Mittwochmittag völlig überraschend und mit sofortiger Wirkung seine Karriere beendet. “Ich habe die Entscheidung getroffen, mich vom profess

07.01.2026Pidcock und Pinarello-Sextett zieht es nach Chile

(rsn) – Dass Radsportler vor Saisonbeginn ins Höhentrainingslager ziehen, ist nichts Besonderes. Dass ein Septett von Pinarello einen Monat nach Südamerika reist, ist dann aber doch sehr ungewöhn

07.01.2026Roodhooft: Van der Poel “war einfach so, wie er sein musste“

(rsn) – In der Weihnachtsperiode hat Niels Vandeputte zwei Crossrennen im Trikot von Alpecin – Deceuninck und im neuen Jahr dem von Alpecin – Premier Tech gewonnen. Doch Fahrer der belgischen Ma

07.01.2026Die Hoffnung auf Healy und Highlights

(rsn) – Auf dem Papier war die Saison 2025 eine durchschnittliche für das Team EF Education – EasyPost. Zehn Siege lagen unter der Norm für die US-amerikanische Equipe, Rang zwölf im UCI-Rankin

06.01.2026Mit “Mont Ventoux Norwegens“ und Finale an den Hängen der Ski-WM

(rsn) – Während es 2026 keine Tour of Norway geben wird, weil die öffentlichen Förderungen gestrichen wurden, steht das Arctic Race of Norway (2.Pro) auch in diesem Jahr wieder im Rennkalender. I

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Antwerp Port Epic (1.1, BEL)
  • Tour de Gyeongnam (2.2, KOR)