Tour-Splitter / 18. Juli

Zeitlimit verpasst: Kittel und Cavendish raus aus der Tour

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Für Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) beginnt die Tour der Leiden. | Foto: Cor Vos

18.07.2018  |  (rsn) - Gestern schaffte es Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) gerade noch rechtzeitig ins Ziel. Am Ende der heutigen 11. Tour-Etappe war die 105. Tour de France aber für den Sprinter beendet. Der 30-jährige Deutsche überschritt das Zeitlimit um rund zwölf Minuten und wurde damit ebenso wie der Brite Mark Cavendish (Dimension Data) und dessen Anfahrer Mark Renshaw aus dem Rennen genommen. Bei seinem Teamkollegen Rick Zabel ist noch unklar, ob er die Tour fortsetzen darf.

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Greg Van Avermaet (BMC) ist nach der gestrigen 10. Etappe nicht nur mit dem Gelben Trikot, sondern auch als kämpferischster Fahrer des Tages ausgezeichnet worden. Diese Ehrung erfuhr zuletzt Bjarne Riis im Jahr 1996 - damals gewann der Däne später die Gesamtwertung der Frankreich-Rundfahrt. Dagegen wird Klassikerspezialist Van Avermaet die Gesamtführung auf der zweiten Alpenetappe aller Voraussicht nach abgeben müssen.

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Seit den Terroranschlägen von Paris wird Sicherheit auch bei der Tour de France ganz groß geschrieben. Die Zugänge zu den Bereichen werden streng kontrolliert. Auch die Journalisten müssen ihre Taschen öffnen. Heute im Ziel in La Rosière auf 1855 Metern Höhe schnüffelte sogar ein Sprengstoffhund durch die Tischreihen. Zum Glück ohne Befund!

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Wegen der kurzen Etappendistanz von nur 108,5 Kilometern in Kombination mit vier schweren Bergen droht heute den Sprintern um Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) und Mark Cavendish (Dimension Data) das Tour-Aus. Gemäß des Reglements darf im Ziel an der Bergankunft in La Rosière der maximale Rückstand auf die Siegerzeit bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von unter 30km/h nicht mehr als zehn Prozent betragen. Beim schnellsten vorausberechneten Schnitt von mehr als 40 km/h können die Profis mit maximal 18 Prozent mehr planen. Auf der gestrigen Etappe blieben Kittel und andere abgehängte Fahrer nur um 24 Sekunden im Zeitlimit.

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Das südafrikanische Team Dimension Data wird auf der heutigen 11. Etappe aus Anlass des "Mandela Day“ mit orangenen Sturzhelmen unterwegs sein. Das ist die offizielle Farbe der Nelson Mandela Stiftung, die 1999 vom ehemaligen südafrikanischen Staatspräsidenten Nelson Mandela gegründet wurde, um sein politisches Vermächtnis zu sichern. Mandela starb 2013, im Jahr 2018 wäre er 100 Jahre alt geworden. 2015 feierte Dimension Data den ersten Tour-Etappensieg seiner Geschichte am "Mandela Day“. Bei der diesjährigen Ausgabe wartet das Team noch auf ein Erfolgserlebnis. Die gestrige erste Alpenetappe beendete der Belgier Serge Pauwels als bester Dimension-Data-Profi auf Rang fünf.

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