“Andernfalls werden sie mich nicht ziehen lassen“

Barguil will für Etappensieg erstmal Zeit verlieren

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Warren Barguil (Fortuneo-Samsic) | Foto: Cor Vos

17.07.2018  |  (rsn) - Mit einer erstaunlichen Marschroute geht der Kletterspezialist und Gewinner des Bergtrikots 2017 Warren Barguil (Fortuneo-Samsic) in die heutige erste Alpenetappe der Tour de France. "Der Plan ist definitiv am letzten Berg Zeit zu verlieren“, sagte der Franzose laut der belgischen Nachrichtenagentur Belga im Hinblick auf den Col de la Colombière, den letzten von fünf kategorisierten Anstiegen des Tages.

Der Grund für Barguils außergewöhnliche Taktik liegt darin, dass er sich in diesem Jahr nicht in der Lage sieht, in der Gesamtwertung eine gute Rolle zu spielen und deshalb auf die Jagd nach Tagessiegen gehen will. "Um eine Etappe zu gewinnen, muss ich aber Zeit einbüßen, andernfalls werden sie mich nicht ziehen lassen“, sagte Barguil, der nach neun Etappen als 18. des Gesamtklassements zwar bereits 2:37 Minuten Rückstand gegenüber Spitzenreiter Greg Van Avermaet (BMC) aufweist - der Abstand zu den Favoriten auf das Gelbe Trikot ist allerdings deutlich geringer.

Barguil versuchte nach eigenen Worten bereits in der ersten Tour-Woche, in der es auch durch seine bretonische Heimat ging, sich einen größeren Rückstand einzuhandeln - war bei diesem Unterfangen aber nicht "erfolgreich“, wie er eingestand: "In der Bretagne war es nicht möglich“, so der Tour-Gesamtzehnte von 2017, der nach seinem Wechsel zum heimischen Zweitdivisionär Fortuneo-Samsic noch auf seinen ersten Saisonsieg wartet. Der soll ihm nun bei der 105. Frankreich-Rundfahrt gelingen.

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