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31.03.2011 | (rsn) - Erst am Samstag beginnt offiziell die polnische Straßensaison. Der Winter brachte in der polnischen Radsportszene viele Veränderungen mit sich. Da der Polnische Radsportverband große finanzielle Probleme hatte, musste die Reißleine gezogen und ein neuer Präsident gewählt werden. In die Nachfolge von Ryszard Szurkowski trat Wacław Skarul.
Seine Aufgabe ist alles andere als leicht. Skarul und sein neues Umfeld müssen versuchen, aus dem Schuldensumpf herauszukommen. Zurzeit beläuft sich der Berg an Verbindlichkeiten auf knapp 2,5 Millionen Euro. Das meiste Geld wurde für den Bau der Radrennbahn in Pruszków verpulvert, was sich bisher noch nicht auszahlte. Um die Bahn halbwegs am Leben zu halten, werden monatlich über 30.000 Euro benötigt. Dank dieses Zuschusses werden in der Halle die entsprechende Temperatur und der passende Feuchtigkeitspegel gehalten, damit die Holzbahn nicht vermodert.
Die miserable ökonomische Lage des Verbands hatte auch einen schlechten Einfluss auf das nationale Peloton. Nur eine Mannschaft war imstande, den vom Radsportweltverband UCI geforderten Etat für eine Pro-Conti-Lizenz aufzutreiben. Bis zu diesem Zeitpunkt der Saison hat das Team CCC Polsat Polkowice auf internationaler Ebene allerdings noch nicht geglänzt. Das beste Ergebnis erzielte der deutsche Sprinter André Schulze, der auf der 8. Etappe der Tour de Langkawi auf dem zweiten Platz landete.
Im Vergleich zum letzten Jahr reduzierte sich dazu noch die Zahl der polnischen Continental-Rennställe. In der Saison 2010 gab es noch fünf Teams, jetzt fahren nur zwei Mannschaften in der dritten Radsportliga. Im Kader der Equipe Bank BGŻ steht der Deutsch-Pole Patrick Schubert. Die Mannschaft wurde auf der Basis des aufgelösten DHL-Author-Teams aufgebaut.
Mit dabei ist auch die Warschauer Mannschaft Legia-Felt. Sie setzt in erster Linie auf die Jugend und dient den Fahrern schon seit ein paar Jahren als ein ideales Sprungbrett für die weitere Karriere. Die drei weiteren Teams, die mit der Conti-Lizenz ausgerüstet waren - Mróz ActiveJet, Aktio Mostostal und Romet Weltour – sattelten entweder auf MTB-Rennen um oder verabschiedeten sich vom Profiradsport.
Am Samstag, den 2. April, findet im niederschlesischen Dzierżoniów ein Straßenkriterium statt, mit dem traditionell die neue Saison eingeleitet wird. Den 1,5 km langen Rundkurs, der 30 Mal absolviert wird, werden alle wichtigen polnischen Mannschaften in Angriff nehmen.
Am Sonntag gehen die Rennfahrer in Sobótka an den Start. Die Strecke führt um den Gipfel Ślęża (Zobten) herum, das Terrain ist ziemlich hügelig und wellig. Zum engsten Favoritenkreis des Eintagesrennens „Ślężański Mnich“ (Der Zobtener Mönch) zählen deshalb Bergfahrer wie Tomasz Marczyński, Jacek Morajko oder Błażej Janiaczyk (alle CCC Polsat). Auf dem Zettel sollte man aber auch deren Teamkollegen Dariusz Batek und Paweł Cieślik (Bank BGŻ) haben.
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