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04.09.2004 | Am Ende war es eine hauchdünne Entscheidung. "Wäre das Rennen nur wenige Meter länger gewesen, Davide hätte Bertagnolli noch abgefangen", berichtete Reimund Dietzen am Samstag vom Finale der 54. Coppa Placci. Nach den 200 Kilometern von San Marino nach Imalo gab aber letztlich eine Sekunde Vorsprung den Ausschlag für den Italiener Leonardo Bertagnolli (Saeco), der sich knapp vor dem heranfliegenden Gerolsteiner-Kapitän Davide Rebellin den Sieg sicherte. Aber auch wenn der Weltcup-Führende den Triumph bei der Prüfung der Kategorie 1.1 als Zweiter um Zentimeter verpasste, sein Sportlicher Leiter war mit dem Abschneiden seiner Rennfahrer absolut einverstanden. "Es ist doch gut gelaufen. Immerhin hat Davide schon am Donnerstag gewonnen. Und heute fährt er auf den zweiten Platz", zog Dietzen zufrieden Bilanz, die Fabian Wegmann mit einem hervorragenden achten Platz zusätzlich aufbesserte.
Dabei hatte das Rennen gar nicht nach dem Geschmack der Gerolsteiner begonnen. "Es hatte sich zunächst eine Spitzengruppe gebildet, in der wir nicht vertreten waren", sagte Dietzen im Rückblick. Für seine Mannschaft stand nun also Tempoarbeit an - mit Erfolg, die Ausreißer wurden wieder eingefangen. Als dann rund 50 Kilometer vor dem Ziel eine 22-prozentige Steigung wartete, fiel das Peloton in mehrere Gruppe auseinander.
In der Spitze formierte sich Rebellin gemeinsam mit fünf Mitstreitern, und das Sextett behauptete fortan seinen Vorsprung vor den Verfolgern. Die Entscheidung um den Tagessieg musste also aus dieser Gruppe heraus fallen. Auf dem letzten Kilometer lancierte schließlich Bertagnolli die entscheidende Attacke. "Die anderen haben alle darauf gewartet, dass Davide das Loch wieder zu fährt", schilderte Dietzen. Das tat der Gerolsteiner-Kapitän dann auch. Jedoch einen Tick zu spät, um noch nach ganz vorne zu fahren.
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