Künftig weniger Streit beim Team Movistar?

Valverde wird interner Mediator und will Gravel fahren

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Valverde wird interner Mediator und will Gravel fahren"
Alejandro Valverde bleibt dem Team Movistar auch nach seiner aktiven Karriere erhalten. | Foto: Cor Vos

10.11.2022  |  (rsn) – Alejandro Valverde hat seine letzte Saison als Straßenprofi hinter sich. Doch völlig abgeschlossen hat der Spanier mit dem aktiven Radsport noch nicht. Wie er gegenüber der spanischen AS erklärte, liebäugelt der 42-Jährige - wie viele andere Ex-Straßenprofis - nun mit Auftritten auf Schotter. "Ich würde gerne bei Gravelrennen und solchen Veranstaltungen mitfahren, habe mich aber noch nicht richtig damit beschäftigt", so Valverde. "Da geht es mir dann vor allem darum, noch ein sportliches Ziel und Spaß zu haben."

Was dagegen bereits feststeht ist, dass der Straßen-Weltmeister von Innsbruck 2018 auch dem Straßen-Radsport in neuer Rolle erhalten bleibt. Valverde wird in der kommenden Saison eine neu geschaffene Rolle beim Team Movistar bekleiden: als Kontaktperson zwischen Fahrern und Teamleitung.

"Ich werde für mehr Kommunikation zwischen den Managern, Trainern und Fahrern sorgen", erklärte er. Diese Position im spanischen Rennstall einzuführen, in dem es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Querelen zwischen einzelnen Profis und der Teamleitung kam, scheint eine gute Idee zu sein.

Teil seines Jobs werde aber auch, im Rennbetrieb im Teamfahrzeug zu sitzen – zumindest zeitweise. "Die Idee ist, dass ich bei Giro, Tour und Vuelta dabei bin. Allerdings nicht die kompletten Rundfahrten, sondern für fünf oder sechs Tage", so Valverde.

Das Movistar-Team hatte beispielsweise bei der Spanien-Rundfahrt 2021 für eine kuriose Posse gesorgt, als Co-Kapitän Miguel Angel Lopez auf der entscheidenden 20. Etappe frustriert aus dem Rennen ausstieg, obwohl er als Gesamtdritter in den Tagesabschnitt gestartet war. Der Kolumbianer sah sich von der Teamleitung durch Taktik-Entscheidungen gegenüber seinem Teamkollegen Enric Mas benachteiligt. Auch um derartige Szenen zu verhindern, könnte Valverdes Platz im Teamwagen als Mediator geschaffen worden sein.

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