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Interview mit dem P&S-Teamchef

Wackernagel: “Wollen Investment der Sponsoren rechtfertigen“

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Wackernagel: “Wollen Investment der Sponsoren rechtfertigen“"
Das Team P&S Metalltechnik bereitet sich auf die Saison 2019 vor | Foto: P&S Metalltechnik

28.02.2019  |  (rsn) - Mit leicht abgeändertem Namen und einem mit mehr Erfahrung ausgestatteten Kader nimmt das Team P&S Metalltechnik seine erste Saison als Kontinental-Mannschaft in Angriff. Teamchef Lars Wackernagel sprach mit radsport-news.com über den Aufstieg, die Ambitionen für 2019 und den Abgang von Kapitän Philipp Walsleben.

Die Saison 2019 startet langsam auch für die KT-Teams. Haben Sie Ihre Hausaufgaben für den Start in die erste KT-Saison gemacht?

Wackernagel: Nach ein paar krankheitsbedingten Störungen in der Vorbereitung sind wir jetzt wieder ganz gut auf Kurs und können die ersten Rennen in Kroatien gut angehen. Auch die neuen Fahrer haben sich sehr gut eingefunden und ziehen sehr gut mit.

Aus dem Teamnamen verschwindet das Thüringen, dafür rückt Metalltechnik dazu. Was sind die Gründe?

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Wackernagel: Das Land Thüringen in Form von LSB und dem Thüringer Radsportverband sind weiterhin wichtige Unterstützer des Teams. Es hat sich in den letzten Jahren eine sehr gute Zusammenarbeit im speziellen mit Stephan Hauspurg entwickelt. Er war und ist für mich ein elementares Bindeglied zu den Einrichtungen des LSB, OSP und des TRV. Da aber das Team eine erhebliche Budgetaufstockung benötigte, kommt diese natürlich aus der freien Wirtschaft und wird zu 80% von unserem Hauptsponsor P&S Metalltechnik und der Broich-Catering Firma gestemmt. An dieser Stelle unser Dank an alle drei Säulen sowie den vielen Materialsponsoren, ohne diese das ganze Projekt nicht möglich wäre. Demzufolge war es an der Zeit, sich mit allen beteiligten darauf zu einigen, den Teamnamen in Form von P&S Metalltechnik zu wählen.

Was hat sich für Sie in diesem Winter durch den Aufstieg sonnst noch geändert?

Wackernagel: Im Grunde erstmal nur der Teamnamen. Es ist die selbe viele Arbeit drum herum geblieben. Alles muss gut organisiert werden und viele Wege sind zu erledigen. Was noch hinzu kam, waren die Vorbereitungen der KT-Lizenzbeantragung, welche sich sehr umfangreich gestaltete. Da haben mir aber fähige Leute sehr geholfen, um diese eher bürokratischen, aber sehr elementaren Dinge gut zu lösen und der UCI sauber vorzulegen.

Sie haben vier Fahrer mit KT-Erfahrung verpflichtet, darunter der sehr routinierte Robert Retschke. Was erwarten Sie von diesem Quartett?

Wackernagel: In erster Linie bringen die vier Neuzugänge schon etwas körperliche Erfahrung mit, was die Härte der Rennen anbelangt. Von Robert Retschke erhoffen wir uns im speziellen die Arbeiten des Road Captains gut zu absolvieren. Er bringt die nötige Ruhe und absolute Rennübersicht mit und das wird uns sicher sehr helfen. Ihm zu Seite stehen wird in diesem Bereich auch Fabian Schormair. Beide kommen von Lotto – Kern Haus und sind es gewohnt auf hohem Level Rennen zu bestreiten.

Welchem der letztjährigen P&S-Fahrer trauen Sie den größten Leistungssprung in 2019 zu?

Wackernagel: Ich erhoffe mir von Robert Jägeler einen großen Sprung. Er hat das in diesem Winter schon im Training sehr gut aufblitzen lassen. Jetzt müssen wir schauen, wie er diese Fähigkeiten mit einer Startnummer auf dem Rücken und vielen verrückten Mitstreitern im Rennen in gute Ergebnisse umsetzen kann. Es wird sicher von den noch ganz jungen Fahrern wie Dominik Röber und Michel Aschenbrenner einiges zu sehen sein. Sie haben das erste U23-Jahr damit verbracht, den Radsport in all seinen Facetten an sich heran zu lassen und sind bereit für die Saison 2019. Sehr gute Ergebnisse erwarte ich von Jonathan Dinkler. Er war sehr fleißig, zu mal für ihn in den letzten vier Monaten neben dem Radsport ein Praktikum hinzukam, was er gut um das Training herum organisiert hat. Er ist sehr gut zurechtgekommen und gut vorbereitet.

Wann und wo starten Sie in die Saison und für welche UCI-Rennen haben Sie schon Zusagen erhalten?

Wackernagel: Wir werden traditionell in Kroatien unsere Saison beginnen. Dort warten auf die Fahrer schon einige wichtige UCI-Rennen. Weiter geht es mit dem ersten Bundesligarennen am 7. April, ehe es zur Tour du Loir et Cher (2.2) geht. Über die Berücksichtigung des Veranstalters freuen wir uns sehr. Es folgen viele gute Rundfahrten wie der Baltyk Karkonosze Tour (2.2) und der Fleche du Sud (2.2), dazu weitere Rundfahrten in Polen. Natürlich nicht zu vergessen sind die deutschen Rennen wie Rund um Köln oder der Münsterlandgriro.

Was sind insgesamt die sportlichen Ziele für 2019?

Wackernagel: Die Bundesliga wird zu unseren Hauptzielen gehören und natürlich die Qualifikation zur Deutschland Tour. Das wird für alle KT-Teams eine schöne Herausforderung und wird für ein hohes Level bei den Bundesligarennen sorgen.

Die Deutschland Tour endet in Thüringen. Ist dies nochmals Zusatzmotivation, sich für dieses Rennen zu qualifizieren oder möchten Sie dies nicht als Ziel ausgeben, um den Druck für die Fahrer nicht zu groß werden zu lassen?

Wackernagel: Wenn man nicht diese Chance nutzt und es als Ziel anbringt, wären wir etwas fehl am Platz. Ein Grund für das Engagement unserer Sponsoren war auch die Möglichkeit, den nächsten Schritt zu gehen und etwa bei der Deutschland Tour am Start zu stehen. Wir wollen aber nicht die ganzen schönen Rennen im In- und Ausland vergessen. Das Hauptziel soll darin bestehen, national und international eine gute Saison zu fahren, um auch das Investment der Sponsoren zu rechtfertigen.

Mit Philipp Walsleben hat Sie der Kapitän nach einer erfolgreichen Saison wieder verlassen. Er fährt künftig für den Zweitdivisionär Corendon – Circus. Ist es irgendwie möglich, die entstandene Lücke zu schließen?

Wackernagel: Es war schnell klar, dass diese Lücke nicht mal eben so zu schließen sein wird. Jedoch haben wir eine sehr ausgeglichene, starke Mannschaft, welche für gute Leistungen sorgen wird. Wir benötigen natürlich immer die Hilfe das Radsportgottes und hoffen darauf, dass er uns gut zur Seite steht.

 

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