15-tägige Schutzsperre ab 2019 als Notlösung?

Lappartient will Kortison auf Verbotsliste sehen

Foto zu dem Text "Lappartient will Kortison auf Verbotsliste sehen"
UCI-Präsident David Lappartient | Foto: Cor Vos

13.10.2017  |  (rsn) - Der neue UCI-Präsident David Lappartient will Kortison aus dem Radsport verbannen. Sollte das Mittel nicht auf der WADA-Verbotsliste landen, so könne man durch die UCI ab 2019 zumindest eine Schutzsperre etablieren, so Lappartient in einem Interview mit Sporza und sprach sich damit deutlich gegen die therapeutischen Ausnahmegenehmigungen (TUEs) für Kortison aus.

"Mein Ziel ist es, sie ab 2019 zu eliminieren. Ich will, dass diese Produkte auf der Verbotsliste landen", so der Franzose. "Aber auch wenn es dazu nicht kommen sollte, könnten wir innerhalb des Radsports unseren Umgang damit verbessern, indem wir Fahrern, die Kortison nehmen müssen, eine Zwangspause auferlegen. Das ist keine Frage von Doping, sondern von Gesundheit der Fahrer. Wir könnten eine Startsperre von 15 Tagen einführen, so dass die Fahrer Zeit haben, gesund zu werden. Das würde ich gerne ab 2019 einführen."

Aktuell dürfen Kortikosteroide benutzt werden, wenn ein Fahrer eine TUE dafür bekommen hat. Einzig die der Bewegung für den glaubwürdigen Radsport MPCC angehörigen Teams haben sich zusätzlich die Regel auferlegt, Fahrer trotz Kortikosteroid-TUE für acht Tage nicht einzusetzen. 

Die MPCC hat vor einer Woche einen offenen Brief an die Welt Anti Doping Agentur (WADA) gerichtet, in dem sie fragt, worauf die WADA warte, um Kortison und den Schmerzstiller Tramadol endlich im Wettkampf zu verbieten.

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