Stimmen zur 2. Etappe der Deutschland Tour

Geschke: “Ich will hier Rennen fahren, nicht nur winken“

Von Joachim Logisch aus Schwäbisch Gmünd

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Simon Geschke bei der Deutschland Tour | Foto: Cor Vos

23.08.2024  |  (rsn) - Viele Zuschauer feuerten die Fahrer auf den beiden Zielrunden in Schwäbisch Gmünd an. Die deutschen Teilnehmer konnten sich zwar unterwegs gut in Szene setzen, doch im Finale der 2. Etappe der Deutschland Tour (2.Pro) hatten sie nichts mehr zu bestellen.

RSN hat im Ziel Stimmen zum Rennen gesammelt.

Marco Brenner (Tudor / Etappendreizehnter / RSN):
“Wir haben versucht, das Finale aktiv zu gestalten. Ich bin auf der Zielrunde am vorletzten Berg losgefahren und zur ersten Gruppe vorgesprungen. Am letzten Berg habe ich gewusst, dass Vollgas hochgefahren wird. Ich hab‘s versucht. Es hat nicht viel gefehlt, aber im Endeffekt hat es nicht gereicht, um vorne mit dabeizubleiben. Das war‘s dann halt. Ich denke, die nächsten Tage werden schwerer, aber es kommt drauf an, wie es ausgefahren wird. Heute wurde schon ziemlich offensiv gefahren. Mir geht’s gut.“

Mads Pedersen (Lidl – Trek / Etappensieger / Flash-Interview):
“Heute war mehr mein Tag als der von Jonny (Milan). Er hat uns in den letzten Tagen zum Sieg geführt. Mit Lidl als Hauptsponsor dieser Tour, versuchen wir so viel wie möglich zu gewinnen und wir waren heute wieder erfolgreich.“

Simon Geschke (Nationalteam Deutschland / ARD):
“Ich will hier Rennen fahren und nicht nur winken. Aber ich genieße es natürlich trotzdem, hier zu sein. Nächstes Jahr um diese Zeit wird es mir fehlen. Es ist super zu sehen, wie viele Leute einen in Deutschland kennen.“

Miguel Heidemann (Nationalteam Deutschland / Ausreißer / RSN):
“Ich wollte in die Ausreißergruppe und ein paar Bergpunkte sammeln, beides hat geklappt. Ich hatte einen schönen Tag vorne, in einer kleinen Spitzengruppe kam man die vielen Fans an der Strecke noch viel mehr genießen. Ich wurde eingeholt und der Zug fuhr mit mindestens doppelter Geschwindigkeit an mir vorbei. Ich werde es aber morgen oder übermorgen nochmal probieren.“

Jonas Rutsch (EF Education – EasyPost / Etappensiebter / ARD):
”Hauptinteresse war die Gesamtwertung mit Stefan (Bissegger). Er hat leider Krämpfe gekriegt. Wir hatten auch Archie Ryan, der berghoch auf dem Gas stehen kann. Ich habe es selbst eingangs der letzten Runde einmal versucht, aber das Loch nicht aufgekriegt. Danach habe ich mich in den Dienst gestellt. Gestern (während der 1. Etappe) hatte ich den ganzen Tag ein Lächeln im Gesicht, weil ich 20 Kilometer von zu Hause entfernt war. Heute ist das Grinsen ein wenig gewichen, weil es doch ziemlich hart war.“

Max Walscheid (Nationalteam Deutschland / RSN):
“Es ist nicht einfach. Ein sehr harter Parcours und Gegner auf einem Top-Level. Ich war bis zur Zielrunde dabei. Aber schon in der zweiten Runde habe ich anerkennen müssen, dass die Rampe zum Ziel hoch zu hart für mich ist und bin dann reingerollt. Es wird schwer für mich, noch mal im Finale dabei sein zu können.“

Marco Haller (Red Bull – Bora – hansgrohe / RSN):
“Wir sind bis zum Schluss um dem Sieg mitgefahren, ein Lob an die ganze Mannschaft, um die Ausreißer zurückzuholen. Als es dann auf dem Rundkurs abging, waren wir mit Danny (van Popppel)und mir immer voll dabei. Und dass es zwei Kilometer vor dem Ziel am letzten Berg zu Krämpfen kommt, ist natürlich ultrabitter, weil ich glaube, dass da einiges möglich gewesen wäre.“

Jannik Steimle (Q36.5 / RSN):
“Es war hart und auch heißer als die letzten Tage. Kurz vor der Lauterburg gab es einen ziemlich schweren Sturz, da haben wir einen Fahrer verloren. Ich wusste, dass es heute schwer für mich wird. Ich vermisse ein paar Prozent meiner Form. Ich bin aber gut mit rübergekommen und am letzten Anstieg habe ich Krämpfe bekommen und konnte nicht so hochfahren, wie ich es mir vorgestellt habe.“

Jens Zemke (Sportdirektor Q36.5 / RSN):
“Irgendwie waren wir nicht so richtig im Bilde. 18 Mann waren vorneweg, wir hatten Nick Zuckowsky dabei. Der hat sich dann versteuert und die Kette fiel ihm runter. Zum Glück läuft es dann wieder zusammen und Fabio Christen wird im Sprinter Vierzehnter.“

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