Titelverteidiger nur Außenseiter

Critérium du Dauphiné: Talansky hofft auf das „Momentum"

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Andrew Talansky (Cannondale-Garmin) gewann 2014 überraschend das Critérium du Dauphiné. | Foto: ROTH

06.06.2015  |  (rsn) – Viel ist bei Andrew Talansky (Cannondale-Garmin) in dieser Saison noch nicht zusammengelaufen. Der US-Amerikaner nahm bisher an vier Rundfahrten teil und blieb jedesmal hinter den Erwartungen zurück. Platz 50 bei Paris-Nizza folgten Rang 31 bei der Katalonien-Rundfahrt und ein 49. Platz bei der Baskenland-Rundfahrt. Die Tour of California musste er wegen einer Allergie schon auf der 1. Etappe aufgeben.

Einen Hoffnungsschimmer brachten Ende Mai die US-Meisterschaften, wo Talansky in Chattanooga den Titel im Einzelzeitfahren gewann und im Straßenrennen Siebter wurde. Trotzdem gilt der 26-Jährige beim morgen beginnenden Critérium du Dauphiné bestenfalls als aussichtsreicher Außenseiter – auch wenn Talansky als Titelverteidiger ins Rennen geht.

Dennoch hofft der Rundfahrtspezialist, auch bei der 67. Auflage der Tour-Generalprobe für eine Überraschung sorgen zu können – genau wie im Vorjahr, als er als jüngster Fahrer überhaupt das Critérium du Dauphiné für sich entscheiden konnte. Dabei fuhr er am letzten Tag bei der Bergankunft in Courchevel den hohen Favoriten Alberto Contador (Tinkoff-Saxo) noch aus dem Gelben Trikot, das der Spanier erst tags zuvor Chris Froome (Sky) abgenommen hatte.

„Ich freue mich sehr, zur Dauphiné zurückzukehren“, sagte Talansky mit Blick zurück auf seinen ersten Sieg in einer bedeutenden Rundfahrt. Aus dem Aufgebot vom vergangenen Jahr sind diesmal noch drei Fahrer dabei, nämlich Ramunas Navardauskas, Jack Bauer und Sebastian Langeveld. Dazu kommt der Ire Daniel Martin, der in die Bresche springen könnte, sollte der Kapitän schwächeln.

Talanskys Chancen erhöhen könnte das 24,5 Kilometer lange Teamzeitfahren der 3. Etappe, zählt sein Cannondale-Garmin-Team doch traditionell zu den besten im Kampf gegen die Uhr. Doch der mittlerweile in Kalifornien lebende New Yorker glaubt auch, auf den schweren Etappen mit den Besten mithalten zu können. „Ich freue mich auf die Berge“, sagte Talansky mit Blick auf die zweite Wochenhälfte, wenn vier Bergankünfte in Folge über den Gesamtsieg entscheiden werden. Seine Zuversicht gründet er auch auf sein Team, das nach sehr zähem Saisonstart zuletzt an Fahrt aufnahm und einige Erfolge einfahren konnte, als etwa beim Giro d’Italia Davide Formolo eine Etappe gewann und Ryder Hesjedal mit einer furiosen Schlusswoche noch auf Rang fünf der Gesamtwertung vorrückte.

Zwar sind beide in Südfrankreich nicht mit von der Partie, doch sieht Talansky seine Mannschaft „auf dem richtigen Weg, Wir waren beim Giro erfolgreich und haben bei den US-Meisterschaften als Team gut zusammengearbeitet. Wir merken alle das derzeitige ‚Momentum‘ und wollen auf den jüngsten Erfolgen aufbauen und das mit in die Dauphiné nehmen.“

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