Keine Strafreduzierung trotz Kooperation

Riccò: “Reform-Kommission ist ein Witz“

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Riccardo Ricco vor dem Italienischen Nationalen Olympischen Komitee (CONI) Foto: ROTH

18.12.2014  | 

(rsn) – Riccardo Riccò hat sich abfällig über die Unabhängige Reform-Kommission (CIRC) geäußert, die im Auftrag des Weltverbandes UCI die Dopingproblematik im Radsport untersuchen soll. Der 2012 wegen wiederholter Vergehen zu einer zwölfjährigen Sperre verurteilte Italiener hatte sich nach einem siebenstündigen Auftritt in Lausanne vor dem CIRC eine Straf-Reduzierung erhofft, zu der es allerdings nicht kam.

„Ich bin zu Jahresbeginn nach Lausanne gefahren, um mit ihnen (den Kommissionsmitgliedern) zu sprechen und habe die Fahrt aus eigener Tasche gezahlt“, sagte der 31 Jahre alte Riccò zu cyclingnews.com. „Ich habe ihnen alles gesagt, was ich wusste; ich habe ihnen die Namen von Ärzten gegeben, von Sportlichen Leitern und von Fahrern, die noch immer aktiv sind. Man hat mich glauben lassen, dass meine Sperre um die Hälfte gekürzt würde, weil ich mein Comeback als Fahrer geben will.“

Auf Intervention des Italienische Olympischen Komitees CONI sei es dazu aber nicht gekommen, so der ehemalige Kletterspezialist, der in seiner kurzen Karriere mit spektakulären Siegen, genauso aber mit Dopingexzessen von sich reden gemacht hat. Nach dem für ihn enttäuschenden Ergebnis seiner Anhörung fasste Riccò zusammen: „Das Ganze war ein Witz. Es scheint, dass die Anwendung und Interpretation der Regeln davon abhängig gemacht wird, wer du bist.“

Weder die UCI noch das CONI wollten sich zu dem Fall äußern.

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