Fahrer der Woche (11. - 18. Aug): Zdenek Stybar

Bei der Eneco-Tour das Pech vertrieben

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Zdenek Stybar (Omega Pharma - Quick-Step) hat die 9. Eneco Tour gewonnen. | Foto: ROTH

19.08.2013  |  (rsn) – Zdenek Stybar (Omega Pharma-Quick-Step) kann auf eine perfekte Woche zurückblicken. Der 27-Jährige gewann bei der Eneco-Tour nicht nur zwei Etappen, sondern sicherte sich auch auf den letzten Drücker den Gesamtsieg bei der WorldTour-Rundfahrt durch Belgien und die Niederlande.

„Das ist einer der besten Tage meines Lebens. Ich bin sehr glücklich. Mit meinen beiden Etappensiegen und dem Gesamtsieg wird ein Traum für mich wahr“, sagte Stybar nach seinem doppelten Coup am Sonntag in Geraardsbergen. Im letzten Anstieg des Tages setzte er die entscheidende Attacke, gewann die letzte Etappe und verdrängte so den Niederländer Tom Dumoulin (Argos-Shimano) noch von der Spitze der Gesamtwertung.

„Ich wusste, dass der letzte Berg sehr schwer sein würde und in meinem Kopf hatte ich den Plan geschmiedet, es nicht auf einen Sprint ankommen zu lassen. Also habe ich am Denderoordberg alles auf eine Karte gesetzt“, erklärte der Tscheche seine Taktik, die voll und ganz aufging.

Mit den Erfolgen bei der Eneco-Tour entschädigte sich Stybar auch für eine lange Dürreperiode, die auf eine Knie-Verletzung zurückzuführen war, die im Mai schließlich eine Operation erforderte. „Das ist ein großer Schritt für mich, nach einer sehr schweren Zeit mit sehr viel Training. Für mich ist es eine Überraschung, hier als Gewinner aus der Rundfahrt hervorzugehen. Aber ich denke, dass alles aus einem gewissen Grund geschieht – das ist mein Lebensmotto. Ich konnte nicht die Tour fahren, war aber deshalb frischer als andere Fahrer. Das Pech ist also vertrieben“, strahlte der ehemalige Cross-Weltmeister.

Eine große Hilfe – vor allem abseits der Strecke - war ihm sein neuer Teamkollege Alessandro Petacchi, der bei der Eneco-Tour sein erstes Rennen für Omega Pharma-Quick-Step bestritt. „Das Team war großartig, besonders Petacchi, mein Zimmerkollege. Er hat an mich geglaubt und mich in der Woche sehr motiviert, das war sehr wichtig für mich“, dankte der Allrounder dem 39-jährigen Italiener.

Stybar wird mit großem Selbstbewusstsein nach Spanien reisen, wo er ab Samstag bei der Vuelta a Espana am Start stehen wird. Die Gesamtwertung ist bei der letzten dreiwöchigen Landesrundfahrt der Saison kein Thema. „Ich werde aber versuchen, eine Etappe zu gewinnen und möchte dem Team bestmöglich helfen. Außerdem will ich einfach meine gute Form, die ich zur Zeit habe, genießen“, kündigte Stybar an.

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