Olympia: Auch deutsche Frauen gehen leer aus

Teutenberg: "Platz vier ist doof"

Foto zu dem Text "Teutenberg:
Die deutschen Starterinnen vor dem Start des olympischen Straßenrennens | Foto: ROTH

29.07.2012  |   London (dapd/rsn) - Klitschnass und sichtlich bedient erreichten Judith Arndt & Co. die deutsche Box im Fahrerlager. Die Stimmung im Team des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) glich dem englischen Wetter, als das zweitägige Radsport-Spektakel vor dem Buckingham Palace bei Donnergrollen und Dauerregen sein Ende gefunden hatte. Als Mitfavoritinnen waren sie wie tags zuvor André Greipel bei den Männern ins Olympische Straßenrennen gegangen. Doch am Ende standen sie mit leeren Händen da, womit der Fehlstart der Deutschen endgültig perfekt war.

"Es war der gleiche Rennverlauf wie am Samstag bei den Männern. Da konnten wir eine Schablone drauflegen", sagte Bundestrainer Ronny Lauke. Wieder hatte eine Ausreißergruppe den Sprintern die Show gestohlen. Den Olympiasieg holte sich die Niederländerin Marianne Vos auf dem Prachtboulevard The Mall, den der umstrittene Kasache Alexander Winokurow am Samstag noch zu seiner letzten großen Show vor dem Ende seiner Karriere genutzt hatte.

Den Sprint des Feldes gewann die Düsseldorferin Ina-Yoko Teutenberg, was aber nur zum undankbaren vierten Platz langte. "Der vierte Platz ist schon doof. Wir haben alles gegeben, aber es hat nicht geklappt", haderte Teutenberg.

Am Samstag war Greipel in der gleichen Position. Auch der dreimalige Etappensieger bei der diesjährigen Tour de France gewann den Sprint des Feldes, mit dem einzigen Unterschied, dass nicht drei, sondern 26 Ausreißer vor ihm lagen. So warten die deutschen Straßenradsportler weiter auf die erste Medaille seit den Olympischen Spielen 2004 in Athen.

Gut 40 Kilometer vor dem Ziel waren die bärenstarke Vos und ihre Mitstreiterinnen losgezogen. "Die drei waren auf dem kurvenreichen Kurs schneller als wir im Feld. Das ist dumm gelaufen", sagte Trixi Worrack. Und so retteten Vos, die zweitplatzierte Britin Elizabeth Armitstead und Olga Zabelinskaya aus Russland einen Vorsprung von 28 Sekunden ins Ziel.

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