Weltmeister kritisiert Goss & Co.

Cavendish: "Australier wollten nicht gewinnen"

Foto zu dem Text "Cavendish:
Mark Cavendish | Foto: ROTH

29.07.2012  |  (rsn) - Der Brite Mark Cavendish hat das Verhalten des australischenTeams beim Olympischen Straßenrennen kritisiert, nachdem der Kasache Alexander Winokurow aus einer fast 40 Mann großen Spitzengruppe heraus die Sprinter düpiert und die Goldmedaille gewonnen hatte.

Diese hatte sich bei der neunten und damit letzten Überquerung des Box Hill endgültig gefunden und konnte bis zum Ziel im über 40 Kilometer entfernten London nicht mehr eingeholt werden. Cavendish beklagte nach dem Rennen mangelnde Unterstützung besonders des australischen Teams um deren Sprinter Matthew Harley Goss. Die Australier hatten allerdings mit  Stuart O'Grady einen Mann in der großen Gruppe. Der 38-Jährige, der die erste Gruppe initiert hatte, belegteimmerhin den sechsten Platz.

Schwer enttäuscht beklagte Cavendish die Renntaktik der Australier. „Wir haben alles versucht, das Team war unglaublich und ich bin sehr stolz auf meine Teamkollegen", erklärte der Weltmeister, nachdem sein traum vom Olympiasieg geplatzt war. „Wir haben auch keine Hilfe erwartet, aber die Australier haben gar nicht versucht zu gewinnen. Es war ihnen wichtiger zu verhindern, dass wir gewinnen“, kritisierte Cavendish.

Die im Vorfeld als „Dream-Team“ bezeichnete britische Mannschaft um den Tour-Sieger Bradley Wiggins, war im Finale nicht mehr dazu in der Lage, den auf eine Minute geschrumpften Vorsprung der Spitzengruppe um Winokurow, Fabian Cancellara und Philippe Gilbert aufzuholen. So waren die Briten trotz deutscher Hilfe durch Tony Martin und Bert Grabsch meist auf sich allein gestellt.

Der australische Kapitän konterte allerdings die Kritik seines britischen Konkurrenten. „Wir hatten einen Plan und wollten einen Fahrer in der großen Gruppe haben. Es war nicht unsere Aufgabe die Verfolgung zu unterstützen", erklärte Goss die taktikd er "Aussies". „Wir haben darauf spekuliert, dass die Spinterteams die Gruppe zurückholen. Das hat nicht geklappt. Das ist nicht unser Problem. Wir jagen nicht unsere Fahrer in der Spitzengruppe“ sagte der 25-Jährige mit Blick auf O'Grady.

So mussten die Australier allerdings auch mit dem sechsten Platz zufrieden sein.In einem möglichen Massensprint hätte Goss gute Chancen auf eine  Medaille gehabt.

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