Belgier fahren auf Gold

Boonen und Gilbert wollen keinen Massensprint

Foto zu dem Text "Boonen und Gilbert wollen keinen Massensprint"
Tom Boonen | Foto: ROTH

27.07.2012  |  (rsn) – Auch wenn Tom Boonen zu den besten Sprintern der Welt zählt, will er es am morgigen Samstag im Olympischen Straßenrennen von London nicht auf eine Sprintankunft mit Mark Cavendish, André Greipel oder Peter Sagan ankommen lassen. Stattdessen will das belgische Team das Rennen aggressiv gestalten, damit es zur Ankunft einer möglichst kleinen Gruppe kommt, in der die besten Sprinter dann nicht mehr dabei sind.

Boonen wird zwar der nominelle Kapitän sein, aber mit Philippe Gilbert, Greg Van Avermaet und Jurgen Roelandts stehen gleich drei weitere Fahrer bereit, die für ein solches Szenario in Frage kämen. „Natürlich hat Boonen auch seine Chance im Massensprint, aber gegen Fahrer wie Cavendish oder Sagan wird es schwer“, gab der belgische Nationaltrainer Carlo Bomans gegenüber Sporza.be zu.

Diese Ansicht teilte auch Co-Kapitän Gilbert. „Wir werden sicherlich nicht auf einen Sprint aus sein. Sogar Boonen sagt ja, dass es gegen Cavendish, Greipel oder Sagan schwer wird“, ergänzte der 30-Jährige, der in diesem Jahr noch auf einen Sieg wartet.

Der ein Jahr ältere Boonen nannte die Goldmedaille als das große Ziel. „Wir starten hier nicht für Silber oder Bronze“, erklärte der Gewinner der diesjährigen Flandern-Rundfahrt und von Paris-Roubaix. „Wir haben eine starke und erfahrene Mansnchaft. Wir müssen versuchen, das Finale mit einer kleinen Gruppe zu erreichen. Ich bin sicherlich der Kapitän, aber das bedeutet nicht, dass ich der einzige Fahrer bin, der es im Finale packen kann“, so Boonen.

RADRENNEN HEUTE
  • Keine Termine