Zeitfahrweltmeister optimistisch vor Olympia-Rennen

Martin: "Stürze haben mich mental stärker gemacht"

Foto zu dem Text "Martin:
Tony Martin | Foto: ROTH

26.07.2012  |  (rsn) – Tony Martin ist vor seinem Olympia-Einsatz sehr optimistisch und zeigt sich überzeugt davon, dass ihn die schweren Stürze in diesem Jahr im Hinblick auf die Olympischen Spiele nicht zurückgeworfen haben. „Im Gegenteil. Sie haben eine Trotzreaktion ausgelöst, die mich mental sogar stärker gemacht, als ich es ohne sie jetzt gewesen wäre“, schrieb der Zeitfahrweltmeister auf seiner Website.

Martin, der am Samstag im Straßenrennen als Helfer von André Greipel starten wird und am Mittwoch kommender Woche in seiner Spezialdisziplin eine Medaille anstrebt, zeigte sich vor der Eröffnung der Olympischen Spiele „aufgeregt wie vor meiner ersten Tour de France. Ich bin einfach froh, dabei sein zu können“, meinte der 27-Jährige, in dieser Saison vom Sturzpech besonders hart getroffen wurde. „Die schweren Gesichtsverletzungen, der Kahnbeinbruch - mein olympischer Traum hätte mehrmals platzen können“, so Martin.

Das deutsche Team ist am Mittwoch in London eingetroffen, zuvor saß Martin nach eigenen Worten „noch viel auf dem Rad gesessen“ und hatte „auch mal angetestet. Die Wattwerte stimmen mich zuversichtlich“, meinte der zweifache Deutsche Zeitfahrmeister.

Sein Teamkollege John Degenkolb wollte das nach seiner Ankeunft in der britischen Hauptstadt tun. Der Erfurter ist von seinem Team mit einem komplett neuen Rad ausgestattet worden, wie er auf seiner Website mitteilte. Degenkolb: „Der Rahmen hat eine extra Lackierung, der Helm ist anders und meine Schuhe auch.“

Vor dem Rennen am Samstag wollen sowohl Martin als auch Degenkorb aber noch Olympia-Stimmung genießen. „Nachher werde ich erst einmal das olympische Dorf erkunden. Ich bin gespannt, was mich erwartet - und voller Vorfreude“, schrieb der 23 Jahre alte Degenkolb.

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