In seinem Windschatten fährt Wiggins zum Tour-Sieg

Warum darf Knees nicht zu Olympia?

Foto zu dem Text "Warum darf Knees nicht zu Olympia?"
Christian Knees (Sky) | Foto: ROTH

20.07.2012  |  Peyragudes (rsn) – Ein inzwischen vertrautes Bild: Im schwarzen Sky-Trikot fährt Christian Knees bei der diesjährigen Tour de France Kilometer um Kilometer an der Spitze des Feldes. „Ich glaube, in England bin ich bekannter als in Deutschland“, sagte der Tempobolzer aus der Mannschaft von Spitzenreiter Bradley Wiggins - leider nicht ohne Berechtigung.

Die Nationalität will Knees natürlich nicht wechseln. „Ich bleibe Deutscher, auch wenn ich nicht für die Olympischen Spiele nominiert wurde“, setzte er eine Spitze gegen den BDR, der ihn nicht mit nach London nimmt. Fürchtet der Verband, dass der Rheinbacher in einen Interessenkonflikt zwischen André Greipel und seinen Sky-Teamkollegen Mark Cavendish geraten könnte?

Dabei wäre Knees ein starker und zuverlässiger Helfer gewesen. Wie bei der Tour, wo er besonders in den Flachetappen sowie in den ersten Steigungen der Bergetappen kaum aus der Führungsarbeit zu verdrängen ist. Dabei wirkt er wegen seiner Größe (1,94 m) gegenüber den meist kleineren Kollegen immer so, als würde er viel näher am Bildschirm fahren.

Sky-Kapitän Bradley Wiggins (1,91 m) schätzt die Größe seines deutschen "Bodyguards": „Hinter ihm habe ich wenigstens richtig Windschatten.“ Eigene Ambitionen hat der 31 Jahre alte Knees bei dieser Tour nicht „Es ist eine Ehre in diesem Team fahren zu dürfen“, sagte Knees, der auch warnte: „Noch ist der Toursieg nicht sicher. Gerade auf der Etappe am Freitag nach Brive la Gaillarde kann viel passieren. Wir müssen aufpassen, wer ausreißt.“

Sicher wird Knees dann wieder den Fluchtgruppen hinterher jagen.

 

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