Australier wollte Lotto arbeiten lassen

Darum half Goss Greipel nicht

Foto zu dem Text "Darum half Goss Greipel nicht"
Matthew Goss (Orica-GreenEdge) | Foto: ROTH

16.07.2012  |  Pau (rsn) – André Greipel und sein Sprint-TGV waren sauer, dass Orica-GreenEdge auf der 15. Etappe nach Pau schon einen Ruhetag vor dem Ruhetag eingelegt hatte. Deren Sprinter Matthew Goss hätte nämlich auch  alle Chancen auf den Tagessieg gehabt. „Die halfen nicht mit, den Abstand zu den Ausreißern zu verringern“, kritisierte Marcel Sieberg. So war schnell klar, dass der Massensprint um den Tagessieg ausfallen würde.

„Es gab Tage, da hat Lotto uns auch nicht geholfen“, entgegnete Goss cool. „Wir haben spekuliert, dass das Peleton noch hinkommt“, erklärte der Australier, der mit seinem Team dabei die Hoffnung hegte, dass Lotto in der Nachführarbeit alle Kräfte verpulvern würde und Geburtstagskind Greipel am Ende ohne Sprintzug dagestanden hätte.

Goss war selber sauer, dass er nach einer Welle am Ende der 12. Etappe in Annonay Davézieux gegen Peter Sagan (Liquigas-Cannondale) von der Jury distanziert wurde und auch noch 30 Punkte aberkannt bekam.  „Es ist bitter, durch so eine Entscheidung um alle Chancen aufs Grüne Trikot gebracht zu werden“, schimpfte er.

Ohne Etappensieg will der 25-Jährige in diesem Jahr aber nicht nach Hause fahren – dann müsste Orica- Greenedge aber mal wieder in der Führung des Peletons mithelfen...

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