Belgier in Metz als blinder Passagier

Greipel zu Boeckmans: "Raus aus meinem Zug"

Foto zu dem Text "Greipel zu Boeckmans:
André Greipel (Lotto Belisol) kämpfte sich nach zwei Stürzen durch die 6. Etappe und wurde noch Zweiter. | Foto: ROTH

14.07.2012  |  (rsn) – André Greipel duldet keine blinden Passagiere in seinem Lotto-Zug. Dies musste Kris Boeckmans (Vacansoleil-DCM) auf der 6. Etappe der Tour de France mit Ziel in Metz erfahren. Der Belgier hatte sich im Etappenfinale in den Lotto-Zug reingemogelt und somit die Vorbereitungen bei der Greipel-Mannschaft durcheinander gebracht, als ihm auf der Zielgeraden die Kette gerissen war. Damals blieb für den zweifachen Etappensieger Greipel, der Boeckmans noch ausweichen musste, nur der zweite Platz.

Darüber regte sich Greipel dermaßen auf, dass er Boeckmans noch eine warnende SMS zukommen ließ. „Wag es nicht, dich noch mal in meinen Zug reinzudrängen, du Amateur“, soll der Wortlaut der Kurznachricht laut De Telegraaf gewesen sein. Am folgenden Tag soll Greipel sogar versucht haben, Boeckmans vom Rad zu holen, was der Belgier wiederum der Rennjury meldete.

Teamchef Sergeant konnte den Ärger seines Kapitäns verstehen. „Das hat uns den Sieg gekostet. Er ist in unseren Zug eingestiegen, ohne zu zahlen", sagte der Belgier.

Sowohl Greipels Team als auch Boeckmans Mannschaft haben den SMS-Verkehr mittlerweile bestätigt, allerdings auch betont, dass die Animositäten beseitigt seien. „André hat ihm eine SMS geschickt, um ihm klarzumachen, dass der Sprintzug nicht gestört werden sollte“, so Sergeant.

RADRENNEN HEUTE
  • Keine Termine