Viele Verletzte nach Stürzen auf 3. Tour-Etappe

Siutsou, Rojas und Tjallingii mit Knochenbrüchen ausgeschieden

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04.07.2012  |  (rsn) – Bis zum vierten Tag der 99. Tour de France war das Peloton noch vollständig. 198 Fahrer nahmen am Dienstag die 3. Etappe unter die Räder. Doch auf den schmalen Straßen in Richtung Boulogne-sur-Mer kam es zu den befürchteten schweren Stürzen.

Als erster Fahrer der diesjährigen Tour musste Konstantin Siutsou (Sky) das Rennen aufgeben. Der 29 Jahre alte Weißrusse, einer aus der starken Helfergarde von Bradley Wiggins, konnte nach dem Sturz ohne fremde Hilfe gar nicht mehr aufstehen. Die Diagnose nach der Etappe lautete Schienbeinbruch.

Nur wenige Kilometer später war der spanische Meister José Joaquín Rojas (Movistar) der nächste, für den die Tour vorzeitig beendet war. Der Teamkollege von Alejandro Valverde brach sich das linke Schlüsselbein. Bis ins Ziel hielten zwar Maarten Tjallingii (Rabobank) und Tom Danielson (Garmin-Sharp) durch.

Doch der Niederländer hatte sich mit gebrochener linker Hüfte die letzten 40 Kilometer bis nach Boulogne-sur-Mer gequält. Dort musste Tjallingii vom Rad gehoben werden. Auch für den Klassikerspezialisten ist die Tour vorbei. Danielson schließlich, im vergangenen Jahr Tour-Achter, renkte sich die Schulter aus. Ob er zur heutigen 4. Etappe antreten kann, steht noch nicht fest. Gleiches gilt für den Italiener Giampaolo Caruso (Katusha), der sich nach Angaben seines Teams Rippen- und Brustbeinprellungen zuzog.

Glimpflicher kamen dagegen weitere gestürzte Fahrer wie der Spanier Pablo Urtasun (Euskaltel), der Slowene Janez Brajkovic (Astana) oder der Niederländer Koen de Kort (Argos-Shimano) davon, deren Weiterfahrt nicht gefährdet ist.

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