Kontrolleure kamen zum Bus

Kittel zu schwach für die Dopingprobe

Foto zu dem Text "Kittel zu schwach für die Dopingprobe"
Der von einem Magen-Darm-Virus geschwächte Marcel Kittel (Argos-Shimano) erreicht das Ziel der 3. Tour-Etappe. | Foto: ROTH

03.07.2012  |  Boulogne sur Mer (rsn) - Kreidebleich erreichte Marcel Kittel den Bus seines Argos-Shimano-Teams. Der Erfurter huschte rein, holte noch den Chaperon hinterher und kam nicht mehr raus. Dabei hätte der unter einem Darmvirus leidende Sprinter den Aufpasser zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen zur Doping-Probe im Zielbereich begleiten müssen.

Nachdem er aber 20 Minuten lang nicht in der Lage war, sich von der Toilette zu entfernen, hatten die Kontrolleure ein Einsehen. "Die Probe wird im Bus gemacht", erklärte Argos-Pressesprecher Bennie Ceulen.

Das gibt's nicht oft. Aber Kittel hat es auch übelst erwischt. Als vorletzter Fahrer erreichte er, eskortiert von seinen Team-Kollegen Patrick Gretsch, Roy Curvers und Albert Timmer, mit 16:29 Minuten Rückstand als Vorletzter das Ziel. Nur gut, dass die Karenzzeit der Mittelschweren Etappe (17 Prozent) nicht in Gefahr war.

"Ich habe wenigstens das Essen wieder bei mir behalten", hatte Kittel vor dem Start erklärt. Man sah ihm an, dass ihn der Flüssigkeitsverlust am Tag zuvor sehr geschwächt hatte. Diese Schwäche sei es nach Ceulens Angaben auch, die Kittels Zusammenbruch im Ziel verursacht habe.

"In der Nacht wird er sich erholen. Morgen steht Marcel wieder am Start der 4. Etappe", kündigte der Teamsprecher zuversichtlich an
 

RADRENNEN HEUTE
  • Keine Termine